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Industriepolitik: Neue Windparks in Russland – neue Atomkraftwerke für Iran?

© Rosatom© Rosatom

Moskau – Der staatliche Atom- und Industriekonzern Rosatom ist bereits seit einigen Jahren auch in die Nutzung der Windenergie eingestiegen. Jetzt haben die Gazprom Bank und die mehrheitlich im Besitz der Rosatom befindliche Projektierungsgesellschaft VetroSGC-2 JSC den Abschluss eines Projektfinanzierungsvertrags für einen weiteren 340 MW Windpark im eigenen Land bekannt gegeben. Dieser Onshore-Windpark soll bis Ende 2022 vollständig errichtet sein und in Betrieb gehen.

Erst im Dezember 2020 hatte die für die Windenergie zuständige Division Novawind JSC innerhalb des Rosatom-Konzerns die Inbetriebnahme des Windparks Kochubeyevskaya in der Region Stawropol verkündet. Errichtet wurden 84 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 210 MW. Bis 2024 will Rosatom in Russland Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von ca. 1,2 GW (1.200 MW) in Betrieb nehmen, so der Plan.

Russland sieht die Nutzung der Windenergie derzeit offenbar weniger als Alternative zur Energieversorgung, sondern vielmehr als Erweiterung des eigenen industriellen Angebotsspektrums an. So will Russland dem Iran helfen, weitere Atomkraftwerke zu bauen.

Nach einer Meldung der russischen Nachrichtenagentur Tass sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem iranischen Amtskollegen Mohammad Javad Zarif Ende Januar 2021: „Moskau ist bereit, Teheran beim Ausbau der Kapazität des in Betrieb befindlichen Kernkraftwerks Bushehr durch den Bau weiterer Kernkraftwerke zu unterstützen.“

© IWR, 2021

09.02.2021