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Milliarden Deal: Ørsted verkauft 50 Prozent von britischem Offshore-Windpark Hornsea 2

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Fredericia, Dänemark - Der dänische Energiekonzern Ørsted hat eine Vereinbarung über den Verkauf eines 50 Prozent-Anteils an seinem 1,3-GW-Offshore-Windpark Hornsea 2 in Großbritannien unterzeichnet. Vertragspartner ist ein Konsortium, das aus AXA IM Alts und Crédit Agricole Assurances besteht.

Der Offshore-Windpark Hornsea 2 befindet sich derzeit im Bau und wird nach seiner Inbetriebnahme im Jahr 2022 der bislang größte Offshore-Windpark der Welt sein. Der Gesamtwert der Transaktion beläuft sich auf 3 Mrd. GBP (rd. 4,6 Mrd. Euro). Der Abschluss der Transaktion wird für die zweite Hälfte des Jahres 2022 erwartet, sobald der Windpark vollständig in Betrieb genommen wurde und die üblichen behördlichen Genehmigungen vorliegen.

AXA IM Alts und Crédit Agricole Assurances werden dann jeweils 25 Prozent an dem Projekt halten. Der 50-prozentige Anteil der Investoren an Hornsea 2 wird durch eine Kombination aus Eigenkapital und einem vorrangigen Multi-Tranchen-Stapelfinanzierungspaket finanziert, das von 30 Banken bereitgestellt wird und eine von der dänischen Exportkreditagentur EKF garantierte Tranche enthält. Das Finanzierungspaket wurde von Ørsted initiiert und strukturiert.

Hornsea 2 erstreckt sich über eine Offshore-Fläche von 462 km² und befindet sich 89 km vor der Küste von Yorkshire in der Hornsea-Zone, einem der weltweit größten Offshore-Windentwicklungsgebiete. Mit einer Kapazität von 1,3 GW wird Hornsea 2 genug Ökostrom liefern, um das Äquivalent von mehr als 1,3 Millionen Haushalten jährlich zu versorgen. Hornsea 2 ist ein Schlüsselprojekt zur Erreichung des Ziels der britischen Regierung, bis 2030 eine Offshore-Windkapazität von 40 GW zu erreichen.

Nach Abschluss der Bauarbeiten wird Ørsted 20 Jahre lang die Betriebs- und Wartungsdienstleistungen für das Projekt von seiner Betriebs- und Wartungsbasis im Hafen von Grimsby aus erbringen. Darüber hinaus wird will Ørsted den neuen Partnern einen langfristigen Marktzugang für den von Hornsea 2 erzeugten Strom aus erneuerbaren Energien bieten.

Ørsted geht davon aus, dass sich durch den Verkauf des Anteils nichts an der Finanzprognose für 2022 ändert. Darüber hinaus wird erwartet, dass das EBITDA von Ørsted für das Gesamtjahr, einschließlich neuer Partnerschaftsvereinbarungen, deutlich über dem EBITDA von 24,3 Mrd. DKK (rd. 32,7 Mrd. Euro) für 2021 liegen wird.

Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der vollständigen Inbetriebnahme des Hornsea-2-Projekts und bestimmter behördlicher Genehmigungen, u. a. durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden, und wird voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 abgeschlossen.

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30.03.2022