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Wasserstoff-Kooperation: Uniper und Salzgitter vereinbaren enge Zusammenarbeit für grüne Stahl-Produktion

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Salzgitter - Der Energiekonzern Uniper und die zu den großen Stahlherstellen in Europa gehörende Salzgitter AG haben eine Kooperationsvereinbarung unterschrieben. Ziel ist es, das SALCOS®-Projekt in Salzgitter zur Produktion von klimafreundlichem Stahl mit grünem Wasserstoff zu wettbewerbsfähigen Bedingungen durch Uniper zu versorgen.

Die Kooperation zielt auf die Versorgung mit Wasserstoff aus Unipers Wasserstoff Großprojekt Green Wilhelmshaven® ab. Uniper entwickelt in Wilhelmshaven zwei Projekte für grünen Wasserstoff: Zum einen ist ein Importterminal für Ammoniak geplant, das in der Lage sein wird, den Ammoniak in Wasserstoff zurück zu verwandeln. Zum anderen plant Uniper den Bau einer Großelektrolyse-Anlage vor, die mit einer Leistung von bis zu 1.000 Megawatt (MW) grünen Wasserstoff erzeugen wird. Dazu soll eine Direktanbindung von neu zu errichtenden Offshore-Windparks in der Nordsee geprüft werden.

Zur Versorgung von Salzgitter über das entstehende deutsche Wasserstoffpipelinenetz sowie zur Entwicklung von Kavernenspeichern wollen Uniper und die Salzgitter AG mit weiteren namhaften Partnern zusammenarbeiten.

„Wir richten die Salzgitter AG auf CO2-arme Produktionsprozesse und Circular Economy aus. Für unseren Weg zur klimaneutralen Stahlherstellung SALCOS® - SAlzgitter Low CO2-Steelmaking - ist der sichere und wirtschaftliche Bezug von grünem Wasserstoff eine grundlegende Voraussetzung. Die Kooperation mit Uniper ist ein weiterer Schritt, um diese tiefgreifende technische Transformation gemeinsam mit starken Partnern zum Erfolg zu führen“, begrüßt der Vorstandsvorsitzende der Salzgitter AG Gunnar Groebler die Vereinbarung.

„Der Standort Wilhelmshaven bietet alle notwendigen Voraussetzungen für die Schaffung eines ersten großen Wasserstoff-Hubs für Deutschland. Hier soll nicht nur eine großskalige Wasserstoffbereitstellung zur Dekarbonisierung der Stahlerzeugung in Niedersachsen entstehen - wir wollen ebenso eine Lösung entwickeln, mit der neue Offshore-Windparks im Gigawattbereich schneller ins deutsche Netz integriert werden können“, so der Uniper CEO Klaus-Dieter Maubach.

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22.02.2022