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Abo Wind verkauft fast fertigen Windpark an Genossenschaft

Wiesbaden/Hofbieber – Die Bürgerbeteiligung beim Ausbau der Windenergie ist in Deutschland derzeit noch beachtlich. Neuestes Beispiel ist der Windpark Hofbieber im Landkreis Fulda in Osthessen, den der Projektierer Abo Wind nun an die Energiegenossenschaft Friedrich-Wilhelm Raiffeisen Energie Eichenzell eG verkauft hat.

Ob diese breite Beteiligung auch nach der Reform des Erneuerabre-Energien-Gesetzes (EEG) 2016 mit einem Ausschreibungsverfahren und einigen Vereinfachungen für Bürgerenergie-Gesellschaften erhalten bleibt, ist allerdings umstritten. Der von Abo Wind projektierte Windpark in Hessen besteht aus drei Anlagen des Typs Nordex N117 mit einer Nabenhöhe von 141 Metern und einer Nennleistung von je 2,4 Megawatt. Die Turbinen sollen im Herbst 2016 ans Netz gehen und jährlich rund 18 Millionen Kilowattstunden klimafreundlichen Strom erzeugen.

Abo Wind fleißig in Hessen mit knapp 100 Windkraftanlagen
Für Abo Wind ist es das zweite Projekt, das mit einer Genossenschaft realisiert wird. Erst vor wenigen Wochen weihte das Unternehmen ein Bürgerwindrad in Lahr im Hunsrück gemeinsam mit der Genossenschaft Solix ein. "Wir freuen uns, dass wir nun ein weiteres unserer Projekte an eine Genossenschaft verkaufen konnten, noch dazu eine aus der Region", sagt Petra Leue-Bahns, Abo-Wind-Bereichsleiterin für Finanzierung und Vertrieb. "So sieht eine dezentrale Energieversorgung in Bürgerhand aus." Abo Wind hat in Hessen bereits 94 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 175 Megawatt ans Netz gebracht.

190 Genossenschaftsmitglieder investieren 2,7 Millionen Euro

Für die Friedrich-Wilhelm-Energie Raiffeisen Eichenzell eG ist der Kauf ein Meilenstein. Helmut Gladbach, Vorstand der Energiegenossenschaft Eichenzell, erklärte: „Erstmals investiert eine Energiegenossenschaft im Landkreis Fulda in ein solches Großprojekt. Die anfängliche Planung, einen weiteren Partner in das Projekt zu involvieren um die benötigten Mittel zusammenzubekommen, konnte die Energiegenossenschaft aufgrund des überraschend starken Zuflusses an Mitteln aufgeben. Knapp 190 Genossenschaftsmitglieder haben 2,7 Millionen Euro in kürzester Zeit zusammengetragen.“ Aber auch die Gemeinde Hofbieber kann sich freuen: Über Pacht und Gewerbesteuer verbleiben dort ca. 2,6 Millionen Euro in den nächsten Jahren.

Viele Bürger der Region verfolgten den Bau des Windparks mit Interesse, zum Beispiel die ungewöhnliche Anlieferung der Rotorblätter mit einem speziellen Selbstfahrer. Abo Wind lud während des Transports außerdem zu einer Führung über die Baustelle ein, an der rund 70 Bürger teilgenommen haben.

© IWR, 2016

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