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Windmarkt

 

Windenergie-Nutzung weltweit - Ölkrise und Atomunfall in Tschernobyl

Der Beginn der kommerziellen Windenergienutzung erfolgte Anfang der 1980er-Jahren als Folge der Ölkrise in den USA, speziell in Kalifornien. Zwar misslang der direkte Einstieg in die Windkraft-Großtechnologie in den USA, Deutschland oder Schweden, aber die dänischen Kleinanlagen eroberten zuerst den amerikanischen Markt. In Deutschland erfolgte der Einstieg in die Nutzung der Windenergie nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl (1986). Ab den frühen 1990er-Jahren haben dann die europäischen Märkte zunehmend an Bedeutung gewonnen. Den Ausgangspunkt für die Windenergienutzung in Europa bildet Dänemark, danach folgten die Niederlande und Deutschland sowie später Spanien.


globaler Windmarkt nach Regionen

 

Deutschland führt 2000 den Weltmarkt an - heute starkes Wachstum in Asien

Im Jahr 2000 führte Deutschland mit einem Zubau von 1.700 MW den internationalen Windenergiemarkt an, vor Spanien (800 MW), Dänemark (600 MW), Italien (400 MW) und Indien (200 MW).

In den Folgejahren haben sich die Märkte deutlich zugunsten der asiatischen Länder verschoben. Wichtigste Windenergienation im Jahr 2016 ist China. Mit einer neu installierten Jahreskapazität von etwa 23.300 MW Windleistung entfallen etwa 43 Prozent der 2016 rund um den Globus neu installierten Windenergieleistung auf China. Die USA folgen mit einem Zubau von 8.200 MW auf dem zweiten Rang vor Deutschland (5.440 MW brutto) auf dem dritten Rang. Zu den Top 5 Ländern mit der höchsten neu installierten Leistung zählen 2016 zudem Indien (2016: 3.600 MW) und Brasilien (2016: 2.000 MW).


Weltmarkt - Wachstum verlangsamt sich 2016

Weltweit hat der Zubau der neu installierten Leistung 2016 mit etwa 54.600 MW gegenüber dem Vorjahr deutlich um etwa 15 Prozent nachgelassesn (2015: rd. 63.500 MW). Die globale Windenergie Gesamtleistung beläuft sich Ende 2016 auf fast 490.000 MW.