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Klima-Bericht: Treibhausgas-Konzentration und Meeresspiegel erreichen 2021 neue Rekordwerte

© Adobe Stock / Fotolia© Adobe Stock / FotoliaWashington, USA - Die weltweite Treibhausgaskonzentration, der globale Meeresspiegel und Temperatur der Ozeane haben 2021 neue Rekordwerte erreicht. Das geht aus dem internationalen Jahresbericht zum Zustand des Klimas hervor.

Unter Federführung der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) haben mehr als 530 Wissenschaftler aus über 60 Ländern den 32. Jahresbericht zum Stand globalen Klima erstellt, der jetzt von der American Meteorological Society (AMS) im Rahmen ihres Bulletins BAMS veröffentlicht wurde. Der Bericht bietet die weltweit umfassendste Aktualisierung von Klimaindikatoren, bemerkenswertesten Wetterereignissen und anderen Daten, die von Umweltüberwachungsstationen und -instrumenten auf dem Land, im Wasser, im Eis und im Weltraum zusammengetragen und ausgewertet wurden.

Klimawandel-Parameter erreichen 2021 neue Rekordwerte
Die globale Konzentration an Treibhausgasen hat 2021 ihren höchsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen erreicht, die Konzentrationen der wichtigsten atmosphärischen Treibhausgase – CO2, Methan (CH4) und Distickstoffoxid (N2O) stiegen 2021 erneut auf neue Rekordwerte. So lag z.B. der globale Jahresdurchschnitt der CO2-Konzentration in der Atmosphäre bei 414,7 parts per million (ppm). Das waren 2,3 ppm mehr als 2020 und gleichzeitig ist es nach Angaben der NOAA der höchste Wert seit mindestens einer Million Jahren. Auch die durchschnittliche jährliche atmosphärische CH4-Konzentration, deren Anstieg sich seit 2014 deutlich beschleunigt hat, hat 2021 den höchsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen erreicht.

Parallel mit der steigenden Konzentration an Treibhausgasen hält auch der Erwärmungstrend auf dem Globus weiter an, das Jahr 2021 gehörte zu den sechs wärmsten Jahren seit Beginn der Aufzeichnungen Mitte bis Ende der 1800er Jahre. Zudem waren die letzten sieben Jahre (2015-2021) die sieben wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen.

Auch der globale Wärmeinhalt der Ozeane, der von der Meeresoberfläche bis in eine Tiefe von mehr als 6.000 Fuß gemessen wird, stieg weiter an und erreichte 2021 neue Rekordwerte. Im zehnten Jahr in Folge stieg außerdem der durchschnittliche globale Meeresspiegel auf ein neues Rekordhoch und lag etwa 97,0 mm über dem Durchschnitt von 1993 - dem Jahr, das den Beginn der Satellitenmessungen markiert.

NOAA-Chef: Klimawandel ist keine künftige Bedrohung, sondern jetzt bereits real
"Die in diesem Bericht präsentierten Daten sind eindeutig - wir sehen immer mehr überzeugende wissenschaftliche Beweise dafür, dass der Klimawandel globale Auswirkungen hat und keine Anzeichen für eine Verlangsamung zeigt", so NOAA-Chef Rick Spinrad. über die Ergebnisse der Auswertungen. "Angesichts der Tatsache, dass viele Gemeinden in diesem Jahr von 1.000-jährigen Überschwemmungen, außergewöhnlichen Dürren und historischer Hitze betroffen waren, zeigt dies, dass die Klimakrise keine zukünftige Bedrohung ist, sondern etwas, mit dem wir uns heute auseinandersetzen müssen, während wir daran arbeiten, eine klimafreundliche Nation - und Welt - aufzubauen, die gegen klimabedingte Extreme widerstandsfähig ist", so Spinrad weiter.

Der Bericht über den Zustand des Klimas ist eine von Experten begutachtete Reihe, die jährlich als Sonderbeilage des Bulletin of the American Meteorological Society veröffentlicht wird.


© IWR, 2022


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05.09.2022

 



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