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EEG-Vergütung Windenergie

Die Windenergie-Vergütung für den eingespeisten Windstrom der Windpark-Betreiber basiert auf dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG 2000). Das EEG wird nicht aus Steuermitteln finanziert. Die Abrechnung erfolgt über das privatwirtschaftliche EEG-Konto der Strom-Netzbetreiber mit  Einnahmen und Ausgaben (Wie die EEG-Umlage funktioniert).  

Mit der Einführung von Ausbaudeckeln im EEG für einzelne Energiesparten wurde bereits ab dem Jahr 2012 ein Systemwechsel hin zu Ausschreibungen eingeleitet. Der endgültige Switch von einem Preismodell mit staatlich vorgegebenen Vergütungssätzen hin zu einem Ausschreibungsmodell wurde am 8. Juli 2016 vom Bundestag beschlossen. Am 01. Januar 2017 ist die jüngste Novelle des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG 2017) in Kraft getreten.

EEG-Kontostand (2014 - 2021)



EEG Windenergie - Was sich mit dem Wechsel auf Ausschreibungen ändert

Mit dem Windenergie-Ausschreibungsmodell ab 2017 sind zwei richtungsweisende Änderungen verbunden, die Einfluss auf den deutschen Windenergie-Markt haben:

1. Die Höhe der Vergütung für den eingespeisten Windstrom wird - mit Ausnahme kleinerer Windkraftanlagen - nicht mehr vom Staat vorgegeben, sondern über einzelne Auktionen ermittelt.

2. Während der Staat die Windstrom-Vergütung nicht mehr festlegt, wird jetzt die Menge an zu bauender Windpark-Leistung staatlich reglementiert.

Festvergütung für Strom aus Windenergie - kleinere Windkraftanlagen

Bei der EEG-Festvergütung für die kleineren Anlagen wird die Vergütungshöhe für Strom aus Windenergie und andere regenerativen Anlagen weiterhin für einen Zeitraum von 20 Jahren durch den Staat festgelegt. Im Falle der Windenergie können nur noch kleinere Windkraftanlagen mit einer Leistung bis 750 kW eine Festvergütung in Anspruch nehmen.
EEG-Vergütungssätze Windenergie - kleine Anlagen


Ausschreibungs-Modell Windenergie - große Windparks

Für Windenergieanlagen ab einer Leistung von 750 kW wird der Vergütungspreis seit Anfang 2017 per Ausschreibung ermittelt. Im Unterschied zur Festvergütung wird die Höhe der Vergütung nicht mehr durch den Staat festgelegt. Gleichwohl beläuft sich der Vergütungszeitraum wie bei der Festvergütung weiter auf 20 Jahre.
Ergebnisse EEG-Ausschreibungen Windenergie

 

EEG-Umlage (2004 - 2021)


Aktuelle Nachrichten zum Thema EEG

EU-Kommission genehmigt EEG 2021 - was noch nicht geregelt ist

Berlin – Die EU-Kommission hat das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) genehmigt, das Anfang 2021 in Kraft getreten ist. Das EEG betrifft die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und aus Grubengas sowie die beihilferechtliche Befreiung von Unternehmen von der EEG-Umlage. Doch nicht alles ist geregelt, der Prozess bleibt hoch-dynamisch. weiter...


Studie: EE-Stromanteil in Deutschland verfehlt 65 Prozent-Ziel für 2030 voraussichtlich

Köln - In Deutschland soll der Anteil erneuerbarer Energien (EE) am Bruttostromverbrauch laut Bundesregierung im Jahr 2030 bei 65 Prozent liegen. Dieses Ziel wird voraussichtlich nicht erreicht. weiter...


EEG-Novelle 2021 löst Welle der Kritik aus

Berlin, Münster - Der Bundestag hat gestern (17.12.2020) die von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier eingebrachte Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG-Novelle) verabschiedet. Auch der Bundesrat hat das Gesetz in seiner heutigen (18.12.2020) Sitzung gebilligt und damit den Weg für ein Inkrafttreten am 01. Januar freigemacht. weiter...


Bundestag beschließt EEG-Novelle 2021

Berlin - Der Bundestag hat am heutigen Donnerstag (17.12.2020) in zweiter und dritter Lesung die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetztes (EEG 2021) verabschiedet. Nach Zustimmung durch den Bundesrat kann die Neuregelung am 01. Januar 2021 in Kraft treten. weiter...


Mission Altanlagen: Deutsche Windguard ist Partner beim Forschungsprojekt Transwind

Berlin – Bis zum Jahr 2030 fallen mehr als 16.500 Windenergieanlagen aus der EEG-Vergütung. Damit stellt sich die Frage der Nachnutzung für die Betreiber dieser Altanlagen. In einem vom BMWi geförderten Verbundprojekt sollen dazu Strategien entwickelt werden. weiter...


Neues EEG im Bundestag - Stimmen von Verbänden

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BEE legt Vorschläge zur Anpassung des Strommarktdesigns vor

Berlin - Das EEG-Konto rutscht immer weiter ins Minus, aufgrund der Beschlüsse der Bundesregierung wird die EEG-Umlage 2021 aber nicht steigen. Der BEE fordert angesichts der Verwerfungen am Strommarkt ein neues Strommarktdesign. weiter...


Freqcon stellt alternative Betriebskonzepte für Alt-Windkraftanlagen vor

Rethem – In den nächsten Jahren fallen zahlreiche Windkraftanlagen in Deutschland aus der EEG-Vergütung heraus. Viele Betreiber stellen sich die grundsätzliche Frage nach einer alternativen Nutzung. weiter...


Runder Tisch im BMWi - Verbände uneins über WEA-Weiterbetrieb

Münster - Zum Jahreswechsel 2020/2021 endet für Windenergieanlagen (WEA) mit einer Leistung von etwa 4.000 MW die EEG-Vergütung. In der letzten Woche fand am 14.10.2020 im Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) ein Runder Tisch zur Zukunft von Windenergieanlagen statt, die aus der EEG-Vergütung ausscheiden. weiter...


EEG-Umlage 2021 sinkt trotz Rekorddefizit auf dem EEG-Konto

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Bundeskabinett verabschiedet EEG-Novelle 2021

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Stimmen zum EEG-Referentenentwurf Teil 2: Reaktionen der Unternehmen

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