Wirtschaft
Die Nutzung der Windenergie in Deutschland war nach dem GROWIAN-Intermezzo und den zeitgleich fallenden Ölpreisen eigentlich schon wieder beendet, als der Atomreaktor-Unfall in Tschernobyl (1986) erneut eine Wende auslöste. Mit dem 100- und später auf 250-MW aufgestockten Förderprogramm des damaligen Bundesforschungsministeriums sowie der Einführung des Stromeinspeisungsgesetzes (1991) wurde der Grundstein für eine prosperierende Windbranche gelegt.
Windindustrie in Deutschland dank frühem Markteinstieg
Dem frühen Einstieg Deutschlands in den Ausbau der Windenergie ist es zu verdanken, dass die deutsche Windindustrie heute auch international eine führende Rolle einnimmt. Mit dem zunehmenden Umbau des Energiesystems auf erneuerbare Energien in vielen Ländern der Erde entstehen ganz neue wirtschaftliche Aktivitäten, Exportchancen und Möglichkeiten der Wertschöpfung sowie Beschäftigung.
Mit dem Betrieb von Windkraftanlagen (Onshore oder Offshore) und dem Service ist vor allem regionale Wertschöpfung und Beschäftigung verbunden. Industrielle Wertschöpfung, d.h. die Herstellung von Windkraftanlagen und Großkomponenten, die Konzeption und Entwicklung der Netzinfrastruktur verteilt sich auf viele Regionen in Deutschland und anderen Ländern. Im Offshore-Sektor profitieren zudem Unternehmen und Institutionen der maritimen Wirtschaft (Häfen), die u.a. die Infrastruktur bereitstellen.
Regionale Wirtschaft - Nutzungswertschöpfung
Die vermehrte Nutzung der Windenergie und die steigende Stromerzeugung stärkt die regionale Wirtschaft und sichert Beschäftigung vor Ort. Zahlreiche Studien belegen die hohe lokale Wertschöpfung durch den Betrieb von Windenergieanlagen.
Industrie und Dienstleistungen
Die Windindustrie, d.h. die gewerbliche Wirtschaft, ist über die gesamte Bundesrepublik verteilt. Neben den Herstellern von Windkraftanlagen profitiert auch die Zulieferer-Industrie. Die industrielle Windenergie-Forschung und der Dienstleistungssektor strahlen auf alle Regionen in Deutschland aus.
Offshore Windenergie und maritime Wirtschaft
Vom Ausbau des noch jungen Zweigs der Offshore-Windenergie profitieren neben bereits etablierten Unternehmen des Windenergiesektors insbesondere auch die Unternehmen der maritimen Wirtschaft. Durch die Übernahme vielfältiger Funktionen für den Ausbau der Windenergie auf See ergeben sich für die Häfen neue Geschäftsfelder und Umsatzquellen, verbunden mit zusätzlichen Beschäftigungseffekten.
Wirtschafts-News
Portugal startet erstes Wind-Wasserkraft-Hybridprojekt der Iberischen Halbinsel
20.05.2026 09:18 Lissabon/Bilbao – Der spanische Energiekonzern Iberdrola hat mit der Inbetriebnahme des Windparks Tâmega Norte in Nordportugal das erste netzgekoppelte Wind-Wasserkraft-Hybridprojekt auf der Iberischen Halbinsel gestartet. weiter ...
PNE startet mit kräftigem Ergebnisplus ins Jahr 2026 – Umsatz und EBITDA steigen deutlich
19.05.2026 16:29 Cuxhaven – Die PNE AG ist mit einem deutlichen Ergebnisanstieg ins Geschäftsjahr 2026 gestartet. Ein starkes erstes Quartal, getragen von Projektverkäufen und besseren Windverhältnissen, führte zu einem signifikanten Anstieg von Umsatz und Ergebniskennzahlen sowie einer verbesserten operativen Dynamik in allen Segmenten. weiter ...
Riesiger 4-Stunden-Batteriespeicher mit 2000 MWh in Bühl geplant: 500 MW-Großbatteriespeicher wird im Gemeinderat vorgestellt
19.05.2026 13:28 Münster – Der Markt für Großbatteriespeicher entwickelt sich zunehmend in Richtung von Systemen mit längeren Entladezeiten von rund vier Stunden. Diese Speicher können erneuerbaren Strom zeitversetzt bereitstellen und gelten als wichtiger Baustein für die Integration von Wind- und Solarenergie sowie für die Stabilität der Stromnetze. weiter ...
Indien 2025/26 mit Windenergie-Rekordzubau von über 6 GW – 100 GW bis 2030 – Ausbauziele bis 2036 klar definiert
19.05.2026 11:07 Neu-Delhi (Indien) – Indien hat im Zeitraum 2025/26 (1. April 2025 bis 31. März 2026) einen Rekordzuwachs bei der Windenergie erzielt. Mit einer neuen Kapazität von 6,1 GW stärkt das Land seine Position als eine der weltweit führenden Windkraftnationen. Der Windenergie-Ausbau ist Teil der langfristigen Dekarbonisierungsstrategie bis zum Jahr 2070. weiter ...
Deutschlands Strommarkt Q1 2026: Mehr Erneuerbare, sinkende Großhandelspreise – erstmals seit 2023 wieder Nettoexporteur
18.05.2026 15:45 Bonn - Im ersten Quartal 2026 zeigte der deutsche Strommarkt eine klare Verschiebung: Erneuerbare Energien deckten mehr als die Hälfte der Stromerzeugung, die Großhandelspreise gaben deutlich nach. Erstmals seit Ende 2023 überstiegen die Stromexporte wieder die Importe. Deutschland wurde damit wieder zum Nettoexporteur. Das geht aus einer Auswertung der Bundesnetzagentur (BNetzA) hervor. weiter ...
Börse KW 20/26: RENIXX mit Ausbruch in Richtung 1.500 Punkte - Solaredge, Enphase, Plug Power und Ormat legen zweistellig zu
18.05.2026 09:33 Münster - Der RENIXX hat in der letzten Woche neue Jahreshochs markiert und ist zeitweise in Richtung der 1.500-Punkte-Marke vorgestoßen. Am 14.05.2026 wurde mit 1.468,28 Punkten ein frisches Jahreshoch erreicht. Zum Wochenausklang kam es zu einer Konsolidierung. weiter ...
Northland Power in Q1 mit Umsatz- und Gewinnsprung dank Offshore-Wind - Aktie gibt nach
15.05.2026 12:22 Toronto (Kanada) - Der kanadische Energiekonzern Northland Power hat im ersten Quartal 2026 Umsatz, Gewinn und operatives Ergebnis deutlich gesteigert. Treiber waren eine höhere Windstromproduktion durch Offshore-Windparks sowie Beiträge aus neuen Energiespeicherprojekten. Auch der Cashflow legte zweistellig zu. Die Aktie gibt nach. weiter ...
Grüner Wasserstoff aus Irland für Deutschland – HYreland-Studie sieht großes Exportpotenzial für europäische Versorgungsketten
15.05.2026 10:42 Dublin / Berlin – Irland könnte sich in den kommenden Jahren zu einem wichtigen europäischen Produktions- und Exportstandort für grünen Wasserstoff entwickeln. Das zeigt die aktuelle Analyse des Projekts HYreland, das vom Fraunhofer ISE gemeinsam mit dem irischen Energieversorger ESB durchgeführt wurde. weiter ...
EnBW bleibt zum Jahresauftakt 2026 auf stabilem Kurs – Netze und Erneuerbare stützen operatives Ergebnis
15.05.2026 08:36 Karlsruhe – Der Energiekonzern EnBW ist mit einem robusten operativen Ergebnis in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Während niedrigere Erlöse aus der Stromvermarktung sowie der Rückgang der Kohleverstromung das Ergebnis belasteten, sorgten vor allem das Netzgeschäft und die erneuerbaren Energien für Stabilität. weiter ...
RWE überrascht mit kräftigem Gewinnsprung zum Jahresauftakt – Wind und Solar sorgen für Rückenwind
14.05.2026 17:37 Essen – Der Energiekonzern RWE ist mit einem deutlichen Ergebnisanstieg in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Treiber waren vor allem bessere Windbedingungen in Europa, zusätzliche Erträge aus neuen Anlagen sowie ein positiver Sondereffekt aus den Niederlanden. Belastend wirkte hingegen die schwächere Entwicklung im Energiehandel. weiter ...
