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Gerät Offshore-Windenergie wegen Netzanschluss-Probleme ins Stocken?

Berlin, Münster - Nach Berichten der Süddeutschen Zeitung hat der Netzbetreiber Tennet in einem Schreiben an die Bundesregierung vor Engpässen bei der Anbindung neuer Windparks auf See gewarnt. Die Errichtung von Anschlüssen sei "in der bisherigen Form nicht länger möglich", so wäre in dem Brief der Tennet-Geschäftsführung an Kanzleramt, Umwelt- und Wirtschaftsministerium zu lesen. Die für den Netzausbau verantwortlichen Unternehmen würden wegen der "ständig steigenden Zahl von Anschlusspetenten" an die Grenzen ihrer Ressourcen stoßen. Hinzu kämen massive Finanzierungs-Probleme.

Die Bundesregierung will, dass in Deutschland bis zum Jahr 2030 Offshore-Windenergieanlagen mit einer Leistung von rund 25.000 MW installiert werden. Hierzu ist neben der Anbindung der Offshore-Parks an das Stromnetz auch der Ausbau der Netze an Land erforderlich, um den Strom von Norden zu den Verbrauchern im Süden Deutschlands transportieren zu können. Während beim deutschen Offshore-Testfeld alpha ventus die E.ON Netz GmbH (Übertragungsnetz wurde inzwischen an Tennet verkauft) für den Netzanschluss zuständig war, zeigte sich beim ersten kommerziellen Windpark auf See in Deutschland, dem EnBW Windpark Baltic 1 in der Ostsee, der Netzbetreiber 50 Hertz Transmission für die Anbindung an das Netz verantwortlich.

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16.11.2011

 



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