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Vestas: Offshore-Joint-Venture bleibt unverändert - neuer Onshore-Auftrag

Aarhus, Dänemark – Für den Windkraftanlagen-Hersteller Vestas aus Dänemark hat sich sowohl im Offshore- als auch im Onshore-Geschäfts etwas getan. Während es bei der Windenergie an Land lediglich um einen neuen Auftrag aus Schweden geht, betrifft die Offshore-Nachricht eine strategische Entscheidung des Joint-Venture-Partners Mitsubishi Heavy Industries.

Wie Vestas mitteilt, wird der japanische Offshore-Windkraft-Partner Mitsubishi Heavy Industries (MHI) nicht von seiner Option Gebrauch machen, an der aktuellen Eigentümer-Struktur im Joint-Venture-Unternehmen MHI Vestas Offshore Wind A/S etwas zu verändern.

Vestas und MHI bleiben gleichberechtigte Joint-Venture-Partner

Derzeit sind Vestas und MHI jeweils zu 50 Prozent in der gemeinsamen Offshore-Windenergiegesellschaft engagiert. Für MHI war allerdings bei der Gründung des Joint Ventures eine Option eingeräumt worden, dieses Kräfteverhältnis im April 2016 zu seinen Gunsten zu erhöhen. Falls MHI die Option gezogen hätte, würden die Japaner 51 Prozent und Vestas 49 Prozent an dem Offshore-Windkraftanlagen-Hersteller halten. Darauf verzichtet MHI nun ausdrücklich. Vestas-CEO Anders Runevad erklärte, dass die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen exzellent sei. Man sei im Plan und strebe weiterhin Erfolg für MHI Vestas Offshore Wind an.

76 MW großes Onshore-Projekt in Schweden
Zudem gab Vestas bekannt, 22 Windkraftanlagen für ein Projekt in Schweden verkauft zu haben. Die Turbinen des Typs V126-3.45 MW sind für den Windpark Solberg in Västernorrland in Nordschweden bestimmt. Auftraggeber ist der aus Finnland stammende Projektierer Fortum Generation AB. Die Anlagen werden auch mit einem Anti-Eissystem ausgestattet. Die Lieferung der Anlagen, die von Vestas zudem fünf Jahre nach der Installation servicetechnisch betreut werden, erfolgt ab dem dritten Quartal 2017. Die Inbetriebnahme des 76 Megawatt großen Windparks soll im Schlussquartal 2017 gelingen.

© IWR, 2016

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28.04.2016