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Gehäuseschaden an alpha-ventus WEA größer als gedacht

© DOTI 2010 / alpha ventus, Foto: Matthias Ibeler© DOTI 2010 / alpha ventus, Foto: Matthias IbelerMünster - Im Offshore-Windpark alpha ventus ist es am 06. April zu einer Beschädigung an einer Adwen-Windenergieanlage (WEA) gekommen. Dabei ist nicht nur ein Teil, sondern der Großteil der Gondel-Verkleidung ins Meer gestürzt.

Noch ist unklar, warum es im Offshore-Testfeld alpha ventus zum Gondelschaden an einer der sechs Adwen M5000 Offshore-WEA gekommen ist. Die Ursachenforschung dauert noch an. Defekte Haltebolzen könnten nach NDR-Angaben Grund für den Unfall sein.

Ursachenforschung für kapitalen Schaden an M5000-Gondel hält an
Was sich zunächst relativ unspektakulär angehört hat, zeigt sich nach der Veröffentlichung von Videomaterial in einem Bericht des Norddeutschen Rundfunks jetzt als massive Beschädigung an einer der sechs Adwen M5000 Windenergieanlagen im Offshore-Windpark alpha ventus. Am Freitag, den 06. April 2018 ist der Großteil der Gondelverkleidung der WEA ins Meer gestürzt, Getriebe und Generator stehen seitdem offen. Über die Gründe für den kapitalen Schaden gibt es noch keine offiziellen Erkenntnisse. Dem NDR-Bericht zufolge könnten gebrochene Haltebolzen infolge von Materialermüdung, Korrosion oder aufgrund unzureichender Auslegung zu dem Unfall geführt haben. Die übrigen fünf Anlagen des Typs sind derzeit präventiv nicht am Netz. Eine Gefährdung von Personen oder der Umwelt habe zum Zeitpunkt des Unfalls nicht bestanden, so die für den Anlagenbetrieb zuständige Deutsche Offshore-Testfeld und Infrastruktur GmbH & Co. KG (DOTI).

Mehr als 120 Offshore-WEA könnten betroffen sein
Befürchtet wird nun, dass es sich nicht um einen Einzelfall, sondern um einen Serienschaden bei der Adwen M5000 handeln könnte. Dann könnten neben alpha-ventus WEA rd. 120 weitere Anlagen in den Offshore-Windparks Global Tech 1 und Trianel Borkum West 2 von dem Problem betroffen sein. Die Anlagen in den beiden Windparks sind derzeit zwar weiterhin am Netz, der Zugang zu den Windparks ist nach NDR-Angaben allerdings aktuell nicht gestattet.

Über alpha ventus
Mit dem Offshore-Testfeld alpha ventus rd. 45 km vor Borkum ist im April 2010 der erste deutsche Hochsee-Windpark offiziell in Betrieb gegangen. Das Projekt geht auf die Offshore-Stiftung zurück, die von Anfang an die Bündelung von Know-how und Investoren verfolgt hat, um ein Offshore-Testfeld zu errichten. Drei Energieversorger (EWE, E.ON und Vattenfall) haben dann 2006 das Betreiberkonsortium DOTI (Deutsche Offshore-Testfeld und Infrastruktur GmbH & Co. KG) gegründet. Ab Herbst 2008 erfolgten die ersten Vorbereitungen, gebaut wurde alpha ventus bis November 2009. Anschließend wurden die Offshore-WEA bis 2010 sukzessive in Betrieb genommen. Insgesamt 12 WEA von Adwen und Senvion mit einer Leistung von jeweils 5 MW wurden errichtet.


© IWR, 2018


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