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Österreicher wünschen Ausbau erneuerbarer Energien

© Fotolia© FotoliaSt. Pölten - In Österreich ist die Zustimmung zum Ausbau der erneuerbaren Energien nach einer aktuellen Umfrage weiterhin sehr hoch. Doch bei der konkreten Umsetzung fühlt sich die Windbranche ausgebremst.

Nach einer aktuellen Umfrage der IG Windkraft setzt die österreichische Bevölkerung in Zukunft auf erneuerbare Energien. Eine rasche Umsetzung speziell beim Ausbau der Windenergie ist aber offenbar kaum zu erwarten.

Ziel: Strom bis 2030 zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien
Neun von zehn Österreicherinnen und Österreichern begrüßen das Ziel, bis 2030 Strom zu 100% mit erneuerbaren Energien zu erzeugen, und fordern die Regierung mit einer deutlichen Mehrheit von 91% auf, dafür rasch die notwendigen gesetzlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, teilte die IG Windkraft mit. Generell zeigen die Umfrageergebnisse, dass die Menschen in diesem Land fossile und atomare Kraftwerke ablehnen. Nur eine verschwindende Minderheit befürwortet noch deren Bau. Dagegen fordern 86% der Bevölkerung, dass Subventionen für diese konventionellen Kraftwerke abgeschafft werden sollen. Sonnenkraftwerke (mit 83% Zustimmung) und Windkraftwerke (80%) sollen in Zukunft die Stromversorgung Österreichs sichern, so ein Ergebnis der Umfrage.

Bevölkerung erwartet rasche Taten von der Regierung
„Mit dieser Umfrage wird klar, dass die Bevölkerung die Regierung einmal mehr zu raschen Taten und konkreten Umsetzungsschritten beim Ausbau der erneuerbaren Energien auffordert“, Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft. Moidl: „Ein Ausbau mit angezogener Handbremse, wie wir ihn derzeit haben, entspricht nicht dem Willen der Österreicherinnen und Österreicher."

Kein Bau neu genehmigter Windkraftanlagen bis 2022?
Die Windbranche braucht nach Ansicht der IG Windkraft die Zusage der Politik, dass alle bereits genehmigten und bei der Förderstelle beantragten Windenergie-Projekte auch im bestehenden System umgesetzt werden können.“ Das würde den bereits genehmigten Projekten nicht nur Rechtssicherheit geben, sondern auch die Planung von neuen Projekten anreizen. Dieser Vertrauensschutz sei insofern von immanenter Bedeutung, da dadurch der Windkraftausbau mit einem neuen Ökostromgesetz 2020 gleich mit vollem Schwung aufgenommen werden könne. „Gibt es die Zusage der Politik nicht, kann in dieser Legislaturperiode kein einziges neu genehmigtes Windrad bis 2022 errichtet werden“, so Moidl abschließend.

© IWR, 2018


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05.06.2018