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Erneuerbare Energien senken CO2-Emissionen 2018 in Spanien

© Fotolia© FotoliaMadrid - Das spanische Umweltministerium hat eine erste Schätzung zu den Treibhausgas-Emissionen für das Jahr 2018 vorgelegt. Während die CO2-Emissionen im Stromsektor auch wegen des Hitzesommers in Deutschland deutlich zurückgingen, stiegen diese in anderen Sektoren an.

Die Brutto-Treibhausgasemissionen in Spanien belaufen sich für 2018 auf 332,8 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente, das ist ein Rückgang um 2,2 Prozent. Nach Abzug der durch Landnutzung und Forstsektor verursachten Absorption in Höhe von 37,7 Millionen Tonnen werden die Nettoemissionen auf 295,1 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente geschätzt, so das spanische Ministerium.

Hitzesommer 2018 in Deutschland führt zu mehr Strom aus Wasserkraft und Windenergie in Spanien
Der Rückgang der Emissionen im Jahr 2018 in Spanien ist hauptsächlich auf den starken Anstieg der Wasserkraftproduktion um 84,9 Prozent gegenüber 2017 zurückzuführen. Die Windstromerzeugung kletterte um 3,5 Prozent. Diese beiden Faktoren führten zu einer Reduzierung der mit der Stromerzeugung verbundenen Emissionen um 15,7 Prozent, teilte das spanische Ministerium mit. Durch den Anstieg der erneuerbaren Energien wurden fossil befeuerte Kraftwerke gedrosselt und produzierten deutlich weniger emissionsbeladenen Strom. Ursache für diese Entwicklung ist auch der Hitzesommer 2018 in Deutschland. Das wochenlang über Skandinavien liegende stabile Hochdruckgebiet blockierte die nördliche Zugbahn der Tiefausläufer und zwang diese stattdessen auf die südliche Route über Spanien und das Mittelmeer auszuweichen.

Spanisches Wirtschaftswachstum führt zu höheren Treibhausgasemissionen in anderen Sektoren
Während im Stromsektor die Treibhausgasemissionen kräftig gesenkt wurden, stiegen diese in den anderen Sektoren an. Ursache ist hier die wirtschaftliche Erholung in Spanien, die sich in einem BIP-Wachstum in Höhe von rd. 2,6 Prozent niederschlägt. Steigerungen bei den Emissionen verzeichneten der Verkehr (+ 2,7%), der Kraftstoffverbrauch in privaten, gewerblichen und institutionellen Sektoren (+ 1,9%) und der Kraftstoffverbrauch in der Land -, Forst - und Forstwirtschaft, inkl. der Fischereimaschinen (+ 4,1%). Die Emissionen aus der Industrie stiegen um 2%.

Spanien liegt 15,4 Prozentpunkte über dem Emissionsniveau von 1990
Aufgrund der positiven Entwicklung im Stromsektor steht nun der Verkehrssektor mit einem Anteil von 27 Prozent auf Platz 1 des Treibhausgas-Rankings in Spanien. Danach folgen die Industrie (19%), die Stromerzeugung (17%), die Landwirtschaft insgesamt (12%), der Kraftstoffverbrauch in den Bereichen Wohnen, Gewerbe und Institutionen (9%) und Abfall (4%). Insgesamt liegt das Emissionsniveau in Spanien 15,4 Prozentpunkte über dem Emissionsniveau von 1990 (Referenzjahr für Maßnahmen). Die spanische Regierung hat im Februar 2019 an die Europäische Kommission den Entwurf eines Integrierten Nationalen Energie- und Klimaplans 2021-2030 (PNIEC) übermittelt. Dieser Plan sieht eine Reihe von Maßnahmen vor, mit denen das Treibhausgas-Niveau 2030 im Vergleich zum Jahr 1990 um 21 Prozentpunkte gesenkt werden soll.

© IWR, 2019


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18.06.2019

 



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