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Ørsted verkauft Minderheitsanteil an UK Offshore-Windpark und Übertragungsanlagen

© Ørsted© ØrstedFredericia, Dänemark - Der dänische Energieversorger und Weltmarktführer für Offshore Windenergie Ørsted verfolgt ambitionierte Ziele zum Ausbau der regenerativen Erzeugungskapazitäten bis zum Jahr 2030. Im Zuge des Kapitalrecyclings setzt Ørsted dabei auch auf den Verkauf von Anteilen an Bestandsassets.

Ørsted verkauft im Rahmen seiner Offshore-Strategie eine Minderheitsbeteiligung am Offshore-Windpark London Array. Auch von seinen Anteilen an den Übertragungsanlagen des Offshore-Windparks Hornsea 2 trennt sich Ørsted und erzielt dadurch umfassende Einnahmen. Ørsted plant bis 2030 einen Ausbau der regenerativen Erzeugungskapazitäten auf rund 50.000 MW (50 GW) und benötigt dafür Kapital in einer Größenordnung von etwa 475 Mrd. DKK (rd. 63,7 Mrd. Euro). Einen Teil des Kapitals will Ørsted über den Verkauf an bestehenden Projekten generieren (Farmdowns).

Ørsted verkauft verbleibenden 25-Prozent-Anteil an London Array
Ørsted hat mit den von Schroders Greencoat verwalteten Fonds, einem auf erneuerbare Energien spezialisierten globalen Vermögensverwalter, eine Vereinbarung über die Veräußerung seiner verbleibenden Minderheitsbeteiligung von 25 Prozent am Offshore-Windpark London Array im Vereinigten Königreich unterzeichnet. Der Gesamtwert der Transaktion beträgt 717 Mio. GBP (rd. 0,83 Mrd. Euro).

Der Windpark London Array hat eine installierte Gesamtkapazität von 630 MW und wurde 2013 in Betrieb genommen. Ørsted besaß ursprünglich 50 Prozent des Projekts und veräußerte 2014 zunächst 25 Prozent von London Array an CDPQ. Den Abschluss der Transaktion der Anlage, die Ørsted aufgrund der Minderheitsbeteiligung als nicht strategisch betrachtet, erwartet Ørsted für Ende Juli 2023.

Ørsted bleibt nach eigenen Angaben auch nach dem Verkauf der Anteile der größte Anbieter im Bereich Offshore-Windenergie in Großbritannien, wo das Unternehmen eine Kapazität von mehr als 5 GW betreibt und über eine Entwicklungspipeline verfügt, die den 2,8-GW-Windpark Hornsea 3, den größten Offshore-Windpark der Welt, und das Projekt Hornsea 4 umfasst, das Mitte Juli genehmigt wurde.

"Wir freuen uns sehr, dass wir einen starken neuen Eigentümer für unsere verbleibende Minderheitsbeteiligung an London Array gefunden haben. Wir sehen nach wie vor großes Interesse an der Offshore-Windenergie als Anlageklasse. Mit dieser Veräußerung setzen wir unsere beispiellose Erfolgsgeschichte des effizienten Kapitalrecyclings fort, um unser Investitionsprogramm in Höhe von 475 Milliarden DKK bis 2030 zu finanzieren“, so Ørsted CFO Daniel Lerup über die Transaktion. Ørsted bleibe dem britischen Offshore-Windmarkt verpflichtet und werde auch weiterhin erhebliche Investitionen in die grüne Transformation des Landes tätigen, sowohl onshore als auch offshore, so Lerup weiter.

Vereinbarung über den Verkauf der Hornsea-2-Übertragungsanlagen
Neben dem Verkauf der Minderheitsbeteiligung an London Array hat Ørsted zudem bekannt gegeben, dass Breesea Limited, Soundmark Wind Limited und Sonningmay Wind Limited, ein Joint Venture, das sich im Besitz von Ørsted (50 Prozent) und AXA IM Alts und Crédit Agricole Assurances (CAA) (zusammen 50 Prozent) befindet, eine Vereinbarung über den Verkauf ihrer Übertragungsanlagen an Diamond Transmission Partners Hornsea Two Limited (DTP) unterzeichnet haben. DTP ist eine Partnerschaft zwischen Diamond Transmission Corporation Limited und HICL Infrastructure PLC.

Die Übertragungsanlagen umfassen das Onshore-Umspannwerk, die Exportkabel, das Offshore-Umspannwerk zur Blindleistungskompensation (RCS) und das Offshore-Umspannwerk und wurden von Ofgem auf einen Wert von 1,141 Mrd. GBP (1,321 Mrd. Euro) geschätzt.

Ørsted wird für DTP im Rahmen einer langfristigen Vereinbarung weiterhin Betriebs- und Wartungsdienstleistungen für die Übertragungsanlagen erbringen.

Aktienkurs dreht ins Minus
Die im regenerativen Aktienindex RENIXX World gelistete Ørsted-Aktie hat in der letzten Woche um 4 Prozent auf einen Kurs von 80,26 Euro nachgegeben (Schlusskurs, 21.07.2023, Börse Stuttgart). Im gestrigen Handel konnte die Aktie mit einem Plus von 3,7 Prozent auf 83,24 Euro nach Bekanntgabe der London-Array-Transaktion den Verlust der Vorwoche fast vollständig kompensieren (Schlusskurs, 24.07.2023, Börse Stuttgart). Im heutigen Handel notiert die Aktie mit einem Verlust von 1,3 Prozent auf 82,14 Euro aber wieder im Minus (12:40 Uhr, 25.07.2023, Börse Stuttgart). Gegenüber dem Kurs zum Jahreswechsel ergibt sich damit momentan ein Verlust von 4,4 Prozent.


© IWR, 2023


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News International - Offshore-Windindustrie

25.07.2023

 



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