Nordex erweitert Delta4000-Serie um N193/7.X - neue leistungsstarke Windkraftanlage für Schwachwindregionen
© Nordex SEHamburg - Die Nordex Group erweitert ihre Delta4000-Serie um die neue Windkraftanlage N193/7.X mit einem Rotordurchmesser von 193 Metern und einer Leistung von bis zu 7,3 MW. Für den deutschen Markt wird die Turbine zunächst mit einer maximalen Leistung von 6,6 MW angeboten. Der Start der Serienproduktion ist für 2029 vorgesehen.
Nordex entwickelt seine Turbinen in zwei Richtungen weiter: höhere Nennleistungen und größere Rotordurchmesser. Nachdem die N175/6.X im April 2026 um einen Betriebsmodus mit 7,3 MW erweitert wurde, folgt mit der N193/7.X nun eine Variante derselben Leistungsklasse mit einem größeren Rotor für Standorte mit mittleren und niedrigen Windgeschwindigkeiten.
N193/7.X: Größerer Rotor steigert Energieertrag um bis zu 14 Prozent
Die N193/7.X verfügt über einen Rotordurchmesser von 193 Metern und einteilige Rotorblätter mit einer Länge von jeweils 95 Metern. Gegenüber der N175/6.X mit 175 Metern Rotordurchmesser vergrößert sich die vom Rotor überstrichene Fläche rechnerisch um rund 22 Prozent. Nach Angaben von Nordex erzielt die neue Anlage an typischen Schwach- bis Mittelwindstandorten einen um bis zu 14 Prozent höheren Energieertrag.
Die Turbine wird in mehreren Nennleistungsvarianten angeboten. Während die maximale Leistung bei 7,3 MW liegt, ist für den deutschen Markt zunächst eine Variante mit höchstens 6,6 MW vorgesehen. Nordex will damit insbesondere die Projektwirtschaftlichkeit an Standorten mit mittleren bis niedrigen Windgeschwindigkeiten sowie die Anforderungen an Genehmigungen und Netzanschlüsse berücksichtigen.
Verschiedene Betriebsmodi ermöglichen eine Anpassung an standortspezifische Anforderungen hinsichtlich Energieertrag, Kapazitätsfaktor, Schallemissionen und Lebensdauer. Ergänzend stehen unterschiedliche Turmtechnologien und Nabenhöhen zur Verfügung.
Delta4000-Plattform: Nordex setzt auf bestehende Technik und größere Rotoren
Die N193/7.X basiert auf der bestehenden Delta4000-Plattform. Zentrale Komponenten wie Maschinenhaus, Turbinensteuerung und elektrische Architektur werden übernommen und für die neue Anlagenvariante weiterentwickelt. Nordex kann damit auf bestehende Produktions-, Logistik- und Installationsprozesse zurückgreifen.
Die gemeinsame technische Plattform ermöglicht es dem Hersteller, unterschiedliche Rotor- und Leistungsvarianten anzubieten, ohne für jede neue Turbine eine vollständig eigenständige Anlagenarchitektur entwickeln zu müssen. Der Start der Serienproduktion der N193/7.X ist für 2029 vorgesehen.
Nordex-Portfolio: N193/7.X erweitert das Angebot für unterschiedliche Windregionen
Mit der N193/7.X ergänzt Nordex seine Delta4000-Serie um eine weitere Rotorvariante in der 7-MW-Leistungsklasse. Die N175/6.X erreicht mit ihrem 175-Meter-Rotor inzwischen ebenfalls bis zu 7,3 MW. Die neue N193/7.X kombiniert diese Leistungsklasse mit einem größeren Rotor und erweitert damit das Angebot für Standorte mit geringeren Windgeschwindigkeiten.
Für die Auslegung einer Windkraftanlage ist neben der Nennleistung das Verhältnis zwischen Rotorfläche und Generatorleistung entscheidend. Ein größerer Rotor kann bei gleicher Nennleistung insbesondere an windschwächeren Standorten mehr Energie aufnehmen und höhere Jahresstromerträge ermöglichen. An windstärkeren Standorten können dagegen Anlagen mit kleinerem Rotor und vergleichbarer Nennleistung eingesetzt werden.
Mit den unterschiedlichen Rotor- und Leistungsvarianten kann Nordex seine Turbinen damit gezielter auf die Windverhältnisse und wirtschaftlichen Anforderungen einzelner Projekte ausrichten.
© IWR, 2026
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