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Elektroautos in der EU im Aufwind: Deutschland größter Absatzmarkt - Hohe Spritpreise treiben Umstieg 2026

© IWR, Schlusemann© IWR, SchlusemannWiesbaden - Der Anteil reiner Elektroautos an den Pkw-Neuzulassungen in der EU hat 2025 mit 17,3 Prozent einen neuen Höchststand erreicht. Deutschland war mit rund 545.100 neu zugelassenen E-Autos und einem EU-Marktanteil von 28,9 Prozent der größte Absatzmarkt. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis von Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat mit.

Die EU-Zahlen für 2025 bilden noch nicht die Entwicklung unter dem Einfluss der stark gestiegenen Kraftstoffpreise infolge des Iran-Kriegs 2026 ab. Aktuelle Zulassungsdaten aus Deutschland signalisieren bereits, dass sich der Umstieg auf Elektroautos inzwischen deutlich beschleunigt hat: Im August 2026 erreichten rein elektrische Pkw einen Anteil von 32,4 Prozent an den Neuzulassungen.

E-Auto-Neuzulassungen 2025: Dänemark mit 67,8 Prozent an der EU-Spitze - Norwegen erreicht 95,1 Prozent
Innerhalb der EU verzeichnete Dänemark 2025 mit 67,8 Prozent den höchsten Anteil rein elektrischer Pkw an den Neuzulassungen. Es folgten die Niederlande mit 40,2 Prozent und Malta mit 37,6 Prozent. Deutschland lag mit 19,1 Prozent leicht über dem EU-Durchschnitt. Die geringsten Anteile wurden in Kroatien (1,9 Prozent), der Slowakei (4,7 Prozent) und Bulgarien (4,9 Prozent) registriert.

Europaweit nimmt Norwegen eine Sonderstellung ein. In dem Nicht-EU-Land verfügten 2025 bereits 95,1 Prozent aller neu zugelassenen Pkw über einen rein elektrischen Antrieb. Zu den Ursachen für die unterschiedlichen Marktanteile zählen nach Angaben von Destatis unter anderem die nationalen Rahmenbedingungen beim Ausbau der Ladeinfrastruktur sowie steuerliche Vergünstigungen und weitere finanzielle Anreize.

EU-weit entfielen 2025 weitere 42,4 Prozent der Pkw-Neuzulassungen auf Hybridfahrzeuge. Der Anteil reiner Benzinfahrzeuge lag bei 27,3 Prozent, reine Dieselfahrzeuge erreichten 9,8 Prozent. Andere Antriebsarten wie Flüssig- oder Erdgas spielten eine untergeordnete Rolle.





Bild: Anteil von E-Autos an Neuzulassungen in der EU © DESTATIS




Deutschland 2026: E-Auto-Anteil steigt im August auf 32,4 Prozent - hohe Spritpreise beschleunigen Umstieg
Deutschland war 2025 mit rund 545.100 neu zugelassenen Elektroautos der größte Absatzmarkt in der EU. Auf Deutschland entfielen 28,9 Prozent aller EU-weiten E-Auto-Neuzulassungen, gefolgt von Frankreich mit 330.900 Fahrzeugen und einem Anteil von 17,5 Prozent.

2026 hat sich der Hochlauf der Elektromobilität in Deutschland weiter beschleunigt. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts wurden im August 68.930 reine Elektroautos neu zugelassen, ein Anstieg um 75,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Marktanteil erreichte mit 32,4 Prozent den höchsten Monatswert seit Dezember 2022.





Bild: Monatliche Neuzulassungen von Pkw insgesamt sowie mit Elektro (BEV) - © KBA




Ein wesentlicher Treiber sind die stark gestiegenen Kraftstoffpreise infolge des Iran-Kriegs. Nach ADAC-Angaben erreichte Super E10 im August 2026 mit durchschnittlich 2,145 Euro je Liter einen neuen monatlichen Höchststand. Diesel kostete im Monatsdurchschnitt 2,223 Euro je Liter.

Der Einfluss der hohen Spritpreise auf den Fahrzeugwechsel zeigt sich auch im E-Barometer des Autoversicherers HUK-Coburg: Im zweiten Quartal 2026 wechselten 12,0 Prozent der privaten Fahrzeughalter, die ihr Auto austauschten, von einem Verbrenner auf ein reines Elektroauto. Vor dem Anstieg der Kraftstoffpreise lag diese Quote noch bei 6,3 Prozent. Zudem gaben 24 Prozent der befragten Führerscheininhaber an, wegen der gestiegenen Spritpreise erstmals über einen E-Auto-Kauf nachzudenken oder einen geplanten Kauf vorzuziehen.

Die aktuellen Daten aus Deutschland zeigen damit einen deutlich beschleunigten Umstieg auf Elektroautos unter dem Einfluss hoher Kraftstoffpreise. Ob sich diese Entwicklung auch in anderen EU-Ländern in vergleichbarem Umfang vollzieht, werden die europaweiten Zulassungszahlen für 2026 zeigen.

© IWR, 2026


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23.09.2026

 



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