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Kapital aus Abu Dhabi für Offshore-Wind und Batteriespeicher: Masdar und Luxcara prüfen Investitionen von mehr als 5 Mrd. Euro

Hamburg/Berlin - Der Investor Masdar aus Abu Dhabi und der Hamburger Asset Manager Luxcara prüfen eine Partnerschaft für Investitionen in Offshore-Windenergie und Batteriespeicher in Deutschland. Die Absichtserklärung (MoU) dazu haben die beiden Unternehmen während des Staatsbesuchs des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) unterzeichnet. Eine weitere Absichtserklärung hat Masdar mit RWE unterzeichnet.

Deutschland und die Vereinigten Arabischen Emirate wollen ihren bilateralen Handel und ihre Investitionsbeziehungen vertiefen. Bundeskanzler Friedrich Merz und VAE-Präsident Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan begrüßten beim ersten Staatsbesuch eines VAE-Präsidenten in Deutschland im September 2026 in einer Gemeinsamen Erklärung die Ergebnisse des Deutschland-VAE-Wirtschaftsforums und insbesondere die Unterzeichnung von 29 Absichtserklärungen und Abkommen zwischen Unternehmen mit mehr als 9,356 Milliarden Euro. Die VAE kündigten ein Investitionspaket von insgesamt 40 Mrd. Euro in Deutschland an. Die Energiepartnerschaft soll durch Partnerschaften führender Unternehmen ausgebaut werden.

Investitionsrahmen von mehr als 5 Mrd. Euro: Masdar und Luxcara prüfen gemeinsame Projekte
Mit Luxcara hat Masdar eine Absichtserklärung für eine strategische Partnerschaft unterzeichnet. Die Unternehmen prüfen gemeinsame Investitionen von mehr als 5 Mrd. Euro in Batteriespeicher, Offshore-Windenergie und möglicherweise weitere Technologien in Deutschland und darüber hinaus. Das MoU steht nach Angaben der Unternehmen unter dem Vorbehalt definitiver Vereinbarungen sowie üblicher Bedingungen und behördlicher Genehmigungen. "Wir prüfen eine vielversprechende Partnerschaft mit Masdar, die bedeutende Investitionen in den deutschen Offshore-Windenergie- und Batteriespeichersektor bringen könnte", sagt Luxcara-Managing-Partner Alexandra von Bernstorff. Mit einem globalen Investor wie Masdar zusammenzuarbeiten, unterstreiche Luxcaras Rolle als Anlaufstelle für internationales Kapital, das in die Infrastruktur der europäischen Energiewende investieren wolle, so von Bernstorff weiter.

Luxcara ist ein Asset Manager in Managementbesitz, der institutionellen Anlegern Eigen- und Fremdkapitalanlagen in europäische Energieinfrastruktur anbietet. Nach Angaben des Unternehmens umfasst das Portfolio Investitionen in 12 europäischen Ländern, von Erzeugung über Integration bis Speicherung.

Masdar befindet sich im gemeinsamen Besitz von TAQA, ADNOC und Mubadala und ist nach eigenen Angaben seit mehr als zehn Jahren in Europa investiert. Zur Partnerschaft mit Luxcara sagt Masdar-Chef Mohamed Jameel Al Ramahi: "Indem wir die globale Investitions- und Entwicklungserfahrung von Masdar mit den starken Fähigkeiten von Luxcara im europäischen Markt verbinden, sehen wir erhebliches Potenzial, langfristigen Wert zu schaffen."

Masdar und RWE prüfen gemeinsame Teilnahme an deutschen Offshore-Ausschreibungen 2027
Mit RWE prüft Masdar eine gemeinsame Teilnahme an den deutschen Offshore-Ausschreibungen 2027. Der indikative Investitionswert einer möglichen Zusammenarbeit liegt nach Angaben der Unternehmen bei mehr als 3 Mrd. Euro. In Deutschland ist Masdar bereits im Offshore-Windmarkt aktiv: Das Unternehmen hält 49 Prozent am 476-MW-Windpark Baltic Eagle, den es gemeinsam mit dem spanischen Energiekonzern Iberdrola realisiert hat. Im Februar 2026 hatte Masdar mit RWE außerdem eine Absichtserklärung für Batteriespeicher in Deutschland unterzeichnet.

Parallel verhandeln RWE und der staatliche Energiekonzern ADNOC über bis zu zwei langfristige LNG-Lieferverträge für Deutschland und Europa, die Anfang der 2030er Jahre beginnen sollen. Mit Masdar bei erneuerbaren Energien und ADNOC bei Gas ist Abu Dhabi damit auf zwei Ebenen im Energiegeschäft mit Deutschland präsent.

Staatsbesuch: Strategischer Dialog und Investment Council
Der Staatsbesuch von VAE-Präsident Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan in Deutschland fand vom 9. bis 11. September 2026 auf Einladung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier statt. Zusammen mit Bundeskanzler Friedrich Merz kündigte Al Nahyan einen Strategischen Dialog an, der die 2004 begründete Umfassende Strategische Partnerschaft neu beleben soll. Merz und Al Nahyan begrüßten zudem die Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Einrichtung eines German UAE Investment Council.


© IWR, 2026


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05.10.2026

 



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