Energiekrise im Blick: Nahostkonflikt rückt erneuerbare Energien stärker in den Fokus der Bevölkerung - wachsende Investitionsbereitschaft
München - Die angespannte Lage im Nahen Osten verändert den Blick vieler Menschen in Deutschland auf die Energieversorgung. Laut einer aktuellen, repräsentativen Umfrage von Eon, durchgeführt von YouGov, sehen 66 Prozent der Befragten eine wachsende Bedeutung erneuerbarer Energien infolge der aktuellen geopolitischen Entwicklungen. Nur 12 Prozent erwarten keinen Bedeutungszuwachs.
Bei den bevorzugten Technologien liegt Photovoltaik mit deutlichem Abstand vorn: 34 Prozent der Befragten halten eine Solaranlage auf dem eigenen Dach für die wirksamste Maßnahme, um sich gegen geopolitisch bedingte Energiepreisschwankungen abzusichern. Es folgen Wärmepumpen (13 Prozent), Balkonkraftwerke (12 Prozent) sowie Elektrofahrzeuge (8 Prozent).
Trotz dieses Interesses ist die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern weiterhin hoch. Jeweils 58 Prozent der Befragten fahren noch Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor oder heizen mit Gas beziehungsweise Öl. Lediglich acht Prozent geben an, bereits vollständig unabhängig von fossilen Energien zu sein.
Zugleich zeigt die Studie eine konkrete Investitionsdynamik: Innerhalb der kommenden zwölf Monate planen zehn Prozent die Installation eines Balkonkraftwerks, neun Prozent die Anschaffung eines Elektroautos, acht Prozent eine Photovoltaikanlage und sieben Prozent eine Wärmepumpe.
Filip Thon, CEO von Eon Energie Deutschland, bewertet die Ergebnisse als klares Signal: „Erneuerbare Energien und insbesondere die Elektrifizierung sind der entscheidende Schlüssel für mehr Unabhängigkeit und Versorgungssicherheit.“ Gleichzeitig zeige die Umfrage, dass „auf Verbraucherseite der Wille besteht, in dezentrale Energielösungen zu investieren“.
Die Umfrage wurde Mitte März 2026 unter 2052 Personen ab 18 Jahren durchgeführt und ist repräsentativ für die Bevölkerung in Deutschland.
© IWR, 2026
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