Engpass am Umspannwerk: Neuer EZA-Regler von Energy Grid Service macht Cable Pooling netzkonform steuerbar
Bremen – Mit einem neu entwickelten EZA-Regler bringt das Unternehmen Energy Grid Service eine Lösung zur Marktreife, die das sogenannte Cable Pooling technisch vereinfacht und wirtschaftlich nutzbar macht. Der Prototyp wurde in enger Zusammenarbeit mit Netzbetreibern und Zertifizierungsstellen entwickelt. Die finale Zertifizierung wird in den kommenden Wochen erwartet.
Beim Cable Pooling teilen sich mehrere Stromerzeuger, etwa Wind- und PV-Anlagen, einen Netzanschlusspunkt. Ein übergeordneter Regler stellt sicher, dass die zulässige Einspeiseleistung nicht überschritten wird. So kann bestehende Netz-Infrastruktur effizienter genutzt werden - insbesondere bei Engpässen an Umspannwerken.
„Mit unserem EZA-Regler können mehrere Betreiber bestehende Umspannwerke gemeinsam nutzen, ohne dass neue Infrastruktur gebaut werden muss“, erklärt Tom Pichelmann, Abteilungsleiter MSR-Technik bei Energy Grid Service. Das ermögliche Einsparungen bei Neubau- und Repowering-Projekten.
Der Regler steuert die Einspeiseleistung mehrerer Anlagen dynamisch und priorisiert sie nach zuvor vereinbarten Kriterien – etwa nach Zeitfenstern, Erzeugungsprofilen oder Kapazitätsanteilen. Laut Benedikt Reckemeyer, Leiter Vertrieb, ist die Entwicklung „ein echter Meilenstein für den effizienten Ausbau der Erneuerbaren Energien“.
„Wir sind überzeugt, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für den Markteintritt ist. Die Netzengpässe sind real und wir bieten eine zertifizierte, wirtschaftliche Lösung mit Systemverantwortung“, so die Geschäftsführer Nils Brümmer und Oliver Klausch.
Vorgestellt wird das System erstmals auf der Messe Husum Wind (16.–19.09.2025) in Halle 4, Stand B 16. Dort können Besucher die Technik an einem Funktionsmodell interaktiv erleben.
© IWR, 2026
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