Floating Offshore in Norwegen: Historisch - Erste norwegische Offshore Windauktion gewinnt Ventyr
Oslo - Norwegen will in Zukunft eine bedeutende industrielle Rolle auf dem Gebiet der Offshore Windenergie einnehmen. Das Land hat eine landseitige Küstenlinie von über 100.000 Kilometern (inklusive Inseln), die vorgelagerten Küstenflächen eignen sich wegen der Wassertiefen vor allem für schwimmende Offshore Windparks. Aus diesem Grund ist es das norwegische Ziel, weltweit führende Lieferketten für schwimmende Offshore-Windkraftanlagen aufzubauen und sich auf diesen Bereich zu konzentrieren.
Am 20. März 2024 haben der norwegische Premierminister Jonas Gahr Støre und der Energieminister Terje Aasland die Ergebnisse der ersten Ausschreibung zum Bau von Offshore Windkraftanlagen in Norwegen bekannt gegeben. Den Zuschlag hat Ventyr erhalten, ein aus dem belgischen Unternehmen Parkwind und Ingka Investement bestehendes Konsortium. Der Zuschlagspreis beträgt 115 norwegische Öre pro kWh (ca. 9,9 Cent pro kWh).
Arvid Nesse, Leiter von Norwegens größtem Industriecluster Norwegian Offshore Wind mit fast 400 Beteiligten:"Ventyr ist ein spannendes Konsortium, in dem Parkwind über solide Erfahrung in der Entwicklung von Offshore-Windenergie verfügt. Parkwind hat bereits großes Interesse an der Mobilisierung der norwegischen Lieferkette gezeigt und wir freuen uns, sie als Mitglieder bei Norwegian Offshore Wind zu haben."
Der nächste Schritt ist der Abschluss der Vereinbarungen für das norwegische Offshore Windprojekt Utsira Nord. Der schwimmende Offshore Windpark entsteht sukzessive auf einer Fläche von über 1.000 Quadratkilometern westlich der 18 Kilometer vor Haugesund gelegenen Insel Utsira. Die vorgelagerte Insel soll als Standort und Drehkreuz für den gesamten Service- und Logistikbereich dienen und beispielsweiser die Unterseekabel von den Offshore Windkraftanlagen bündeln.
Das Prestigeprojekt Utsira dient Norwegen als Demonstrationsvorhaben, um weltweit führend im industriellen Bereich der schwimmenden Offshore-Windenergie zu werden.
© IWR, 2026
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25.03.2024


