IEA kritisiert Staaten: Globaler CO2-Ausstoß steigt wieder stark an
Brüssel - Die Covid-19-Krise im Jahr 2020 löste nach den heute veröffentlichten Daten der Internationalen Energieagentur (IEA) zunächst den größten jährlichen Rückgang der globalen energiebezogenen CO2-Emissionen seit dem Zweiten Weltkrieg aus.
Nachdem im April 2020 ein Tief erreicht wurde, erholten sich die globalen Emissionen wieder kräftig und stiegen bereits im Dezember über das Niveau des Monats Dezember 2019. Die neuesten IEA-Daten zeigen, dass die globalen Emissionen im Dezember 2020 bereits wieder um 2% oder 60 Millionen Tonnen höher waren als im gleichen Monat des Vorjahres.
„Die Erholung der globalen Kohlenstoffemissionen gegen Ende des letzten Jahres ist eine deutliche Warnung, dass nicht genug getan wird, um die Umstellung auf saubere Energie weltweit zu beschleunigen. Wenn die Regierungen nicht schnell mit der richtigen Energiepolitik vorgehen, könnte dies die historische Chance der Welt gefährden, 2019 zum endgültigen Höchststand der globalen Emissionen zu machen “, sagte Dr. Fatih Birol, Exekutivdirektor der IEA.
Während die CO2-Emissionen in China ujnd Indien zulegten, sind diese in den USA im Jahr 2020 um 10 Prozent zurück gegangen. Allerdings zeigt der Trend auch hier in die falsche Richtung. Nachdem sie im Frühjahr den Jahres-Tiefststand erreicht hatten, erholten sie sich in den Folgemonaten wieder. Im Dezember näherten sich die US-Emissionen auch hier schon wieder dem Niveau des Dezembers 2019 an.
© IWR, 2026
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