Netzausbau: BNetzA genehmigt vorzeitigen Baubeginn für Teilabschnitte der Stromleitung A-Nord
Bonn - Ab 2027 soll das Netzausbauvorhaben A-Nord Strom aus erneuerbaren Energien von Emden ins Rheinland transportieren.
In vier Bereichen der geplanten Stromtrasse hat die Bundesnetzagentur (BNetzA) auf einer Gesamtstrecke von ca. 6.000 Metern jetzt einen vorzeitigen Baubeginn genehmigt. Die Genehmigung erstreckt sich auch auf die Offshore-Anbindungsleitungen BorWin4 und DolWin4, da die Vorhaben unmittelbar parallel zueinander verlaufen.
Die Zulassung des vorzeitigen Baubeginns umfasst die Errichtung der Kabelschutzrohranlage, einschließlich aller dafür notwendigen Maßnahmen. Hierzu gehören Rodungsarbeiten, das Ausheben der Kabelgräben, die Durchführung der erforderlichen Bohrungen, der Einzug der Erdkabel und die Errichtung der Muffen, einschließlich der hierfür erforderlichen bauvorbereitenden Maßnahmen.
Die zugelassenen Arbeiten sind reversibel, d.h. der ursprüngliche Zustand der Fläche kann wiederhergestellt werden, sollte es im laufenden Planfeststellungsverfahren zu einer anderen Entscheidung kommen. Erst mit der Bestätigung der Planung durch den Planfeststellungsbeschluss kann Amprion mit der weiteren Bauausführung beginnen. Hiermit ist laut BNetzA im Jahr 2024 zu rechnen.
Mit der Genehmigung zum vorzeitigen Baubeginn kann der Vorhabenträger die genannten Baumaßnahmen vor dem Planfeststellungsbeschluss aufnehmen. Im Oktober 2022 hatte der Gesetzgeber die Regelungen zum vorzeitigen Baubeginn geändert. Damit kann die Planfeststellungsbehörde eine frühzeitige Entscheidung treffen, um wichtige Netzausbauprojekte zu beschleunigen.
"Eine sichere, stabile und bezahlbare Stromversorgung hat für uns höchste Priorität. Wir beschleunigen daher den Ausbau der Stromnetze, wo immer es geht. Dazu gehört auch, dass Amprion in einigen Bereichen vorzeitig mit dem Bau beginnen darf", kommentiert BNetzA-Präsident Klaus Müller die vorgezogene Genehmigung für die Teilabschnitte.
© IWR, 2026
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20.10.2023


