Speicher als integraler Baustein von RWE-Strategie: RWE investiert in größten Batteriespeicher Niedersachsens in Lingen
Essen/Lingen - RWE errichtet in Lingen den bislang größten Batteriespeicher Niedersachsens. Auf dem Gelände der ehemaligen Dralon GmbH entsteht ein 400-Megawatt-Batteriepark mit einer Speicherkapazität von mindestens 800 Megawattstunden (MWh). Die Inbetriebnahme ist für 2028 geplant.
Nikolaus Valerius, CEO von RWE Generation SE, betont die Rolle der Batterien für die Energiewende: „Unser neuer Batteriespeicher in Lingen wird je nach Bedarf binnen weniger Millisekunden Leistung aufnehmen oder einspeisen. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilität und zu verlässlichen Strompreisen.“ Die Anlage soll kurzfristige Lastspitzen ausgleichen, während Gaskraftwerke längerfristige Versorgungslücken abdecken.
Der Batteriepark wird über 200 Lithium-Ionen-Batterieeinheiten, mehr als 100 Wechselrichter, zwei Hochspannungstransformatoren und zwei Schaltfelder verfügen. Die Netzanbindung erfolgt über die nahegelegene Umspannanlage Hilgenberg. Die Bauvorbereitungen auf dem 8,5 Hektar großen Areal beginnen am 2. Februar.
Dieter Krone, Oberbürgermeister von Lingen, sieht darin eine zentrale Rolle für den Energiestandort: „Der Bau des Batteriespeichers sorgt dafür, dass das Stromnetz stabil bleibt und kurzfristige Schwankungen effizient ausgeglichen werden können. Mit diesen zukunftsweisenden Entwicklungen erfolgt ein weiterer wichtiger Schritt für die Transformation des Energiestandorts Lingen.“
RWE hat Ende des dritten Quartals 2025 weltweit Batteriespeichersysteme mit einer Leistung von 1,2 Gigawatt betrieben. Mehr als 2,7 weitere Gigawatt befinden sich im Bau. Der neue Speicher in Lingen ist Teil der Strategie, globale Speicherkapazitäten auszubauen und die Energiewende mit stabiler Netzversorgung zu unterstützen.
© IWR, 2026
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