Strategiewechsel bei Statkraft: Neuentwicklung von Wasserstoffprojekten gestoppt
Oslo, Norwegen/Düsseldorf - Der norwegische Energiekonzern Statkraft hat den Rückzug aus dem Segment der Neuentwicklung grüner Wasserstoffprojekte angekündigt. Grund für den Strategiewechsel sei die zunehmende Unsicherheit im Markt sowie verzögerte Profitabilitätsperspektiven, so das Unternehmen.
Bestandsprojekte in Europa – darunter in Deutschland, Norwegen und Italien – will Statkraft allerdings weiterentwickeln und anschließend potenziellen Investoren übergeben.
Besonders im Fokus steht das Wasserstoffvorhaben in Emden: Dort plant Statkraft am bestehenden Kraftwerksstandort einen 10-MW-Pilot- sowie einen 200-MW-Elektrolyseur inklusive Wärmepumpe. Das Großprojekt wurde mit 107 Millionen Euro aus EU-Mitteln gefördert. Die Fortführung durch Investoren wird laut Statkraft derzeit geprüft.
"Nachdem wir im vergangenen Jahr die Ambitionen für die Entwicklung von grünem Wasserstoff schon gesenkt haben, erleben wir nun größere Unsicherheit im Markthochlauf und eine sich weiter verzögernde Profitabilitätserwartung. Daher hat Statkraft beschlossen, die Neuentwicklung von grünem Wasserstoff zu stoppen. Wir werden in Zukunft Wachstumschancen in anderen Technologien und Marktaktivitäten priorisieren", erläutert Birgitte Ringstad Vartdal, CEO von Statkraft, den Strategiewechsel.
Trotz des Stopps der Neuentwicklung von grünen Wasserstoffprojekten betont der Energiekonzern die langfristige Bedeutung von grünem Wasserstoff für die Dekarbonisierung industrieller Prozesse. Großhandelsaktivitäten rund um Wasserstoff werden daher weiterhin Teil des Portfolios von Statkraft sein.
© IWR, 2026
Repowering in Nordhessen: Naturstrom ersetzt vier Altanlagen mit 2,5 MW durch zwei Anlagen mit 14 MW
Qualitas Windpark-Pipeline wächst: Qualitas Energy nimmt Windpark Nachtsheim-Luxem in Rheinland-Pfalz vollständig in Betrieb
Wpd-Projektpipeline über 1 GW in Deutschland: Wpd sichert sich 156,9 MW in stark überzeichneter Windenergie-Ausschreibung
Alterric mit vollem Erfolg bei BNetzA-Ausschreibung: Alterric sichert sich Zuschlag für alle sechs eingereichten Projekte mit 242 MW
OX2 setzt auf hybride Energiesysteme: OX2 investiert in 50-MW-Batteriespeicher am Windpark Fageråsen
Das könnte Sie auch noch interessieren
Energiejobs-Newsletter mit aktuellen Stellenangeboten
Welche Windberufe gibt es
Gewerbestrom - Strom-Anbieter wechseln
12.05.2025


