Verzögerungen bei Messeinrichtungen: BNetzA-Positionspapier zur Inbetriebnahme von EEG-Anlagen
Bonn - Gegenwärtig erreichen die Bundesnetzagentur (BNetzA) vermehrt Beschwerden, dass sich der Einbau der für die Inbetriebnahme von EEG-Einlagen notwendigen Messeinrichtungen teilweise um mehrere Monate verzögere oder die zuständigen Messstellenbetreiber auf entsprechende Anfragen überhaupt nicht reagieren würden.
Ohne diese Messtechnik ist allerdings keine ordnungsgemäße Energiemengenerfassung möglich und eine Einspeisung ist infolge dessen nicht statthaft und kann nicht erfolgen.
Die BNetzA hat vor diesem Hintergrund ein Positionspapier zum Umgang mit der verzögerten Bereitstellung der Messeinrichtungen im Zuge der Inbetriebnahme von EEG-Anlagen veröffentlicht.
Unter Berücksichtigung der angespannten Energieversorgungssituation, nimmt die Regulierungsbehörde über das Positionspapier verschiedene Klarstellungen vor und will einen Impuls für pragmatische Lösungen geben. So wird etwa klargestellt, dass der Messstellenbetreiber verpflichtet ist, notfalls auch andere als die sonst üblichen Messgerätetypen einzubauen. Stellt der Messstellenbetreiber innerhalb eines Monats keinen Zähler bereit, besteht nach dem Positionspapier ein Recht des Kunden auf Ersatzvornahme. Auf diesem Wege soll eine schnelle Aufnahme der Einspeisung aus Erneuerbare-Energien-Anlagen gewährleistet werden.
„Wir müssen sicherstellen, dass bereits fertiggestellte Erneuerbare-Energien-Anlagen auch tatsächlich und schnell die erzeugte Energie ins Netz einspeisen können und dürfen. Fehlende Zähler dürfen nicht der Grund für Verspätungen bei der Einspeisung von Strom sein. Hier sind pragmatische Lösungsansätze gefragt. Die zügige Einspeisung liegt im Interesse der Anlagenbetreiber und der Energiewende insgesamt", so BNetzA-Präsident Klaus Müller über den Missstand.
© IWR, 2026
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