Weniger Treibhausgase: TÜV Süd zertifiziert grünen Wasserstoff
Köln - Grüner Wasserstoff als Speicher- und Trägermedium wird in Zukunft eine zentrale Rolle spielen. Allerdings nur, wenn Wasserstoff aus erneuerbaren Energien gewonnen wird.
Mit der GreenHydrogen-Zertifizierung (TÜV Süd Standard CMS 70, Version 01/2020 „Erzeugung von grünem Wasserstoff“) ermöglicht der TÜV Süd den Nachweis, dass regenerativ hergestellter Wasserstoff mit deutlich geringeren Treibhausgas-Emissionen behaftet ist als herkömmlich erzeugter Wasserstoff oder als fossile Kraftstoffe. Voraussetzung für die Vergabe des GreenHydrogen-Zertifikats ist, dass grüner Wasserstoff gegenüber dem fossilen Vergleichswert ein Treibhausgas-Minderungspotenzial von mindestens 60 Prozent aufweist, teilte der TÜV Süd mit.
Wird der grüne Wasserstoff durch Elektrolyse erzeugt, muss das THG-Minderungspotenzial bei 75 Prozent liegen. Grundlage für den Vergleich sind die aktuellen Werte der Erneuerbaren-Energien-Richtlinie II (RED II) und die Werte für konventionell, mit Hilfe von Erdgas-Reforming hergestellten Wasserstoff.
Zudem werden zusätzliche, über die gesetzlichen Anforderungen hinausreichende Qualitäten beispielsweise bezüglich des Einsatzes von Strom aus Erneuerbaren Energien oder des Einsatzes von Biomethan gestellt. Ein weiterer Bestandteil der GreenHydrogen-Zertifizierung ist ein robustes Monitoringsystem der Zertifikatenehmer zur Gewährleistung der zertifizierten Qualität und Liefermengen.
Die zertifizierten GreenHydrogen-Mengen können in dem von der Europäischen Union unterstützten Herkunftsnachweissystem für Wasserstoff aus Erneuerbaren Energien – CertifHy – registriert werden. Das H2-HKN-System vereinfacht nach Angaben des TÜ Süd die Übertragbarkeit von grünem Wasserstoff in der Europäischen Union vom Erzeuger bis zum Verwender.
© IWR, 2026
EJ: UKA Umweltgerechte Kraftanlagen GmbH & Co. KG sucht Teamlead Payables Management (m/w/d) - deutschlandweit Stellenangebot: UKA Umweltgerechte Kraftanlagen GmbH & Co. KG sucht Teamlead Payables Management (m/w/d) - deutschlandweit Weniger nächtliches Blinken: Landwind und Lightguard schließen BNK-Rahmenvertrag für rund 130 Windenergieanlagen
Alterric vor Führungswechsel: CEO Frank May verlässt Energieparkbetreiber Alterric
Energiequelle setzt auf Artenschutz und regionale Beteiligung: Energiequelle nimmt Windpark Loop/Schönbek in Betrieb
Erster VSB-Windpark in Niedersachsen: VSB startet Bau von Repowering-Projekt Liethe-Lehmden
Energiequelle Windpark Weddelbrook am Netz: Energiequelle nimmt Windprojekt mit Vestas V150-Anlagen in Betrieb
Das könnte Sie auch noch interessieren
Gewerbestrom - Strom-Anbieter wechseln
Welche Windberufe gibt es
Klimawandel: Klimaerwärmung gab es schon mal, aber kein 7 Mrd. Menschen
06.02.2020


