Schwieriger Markt, starker Kapitalpartner: Eurowind Energy punktet bei Windausschreibung und expandiert
© Eurowind EnergyHamburg – Im Onshore-Windmarkt sinken in den Ausschreibungen die Zuschlagswerte, während Pachtkosten und Baupreise steigen – zum Teil werden genehmigte Projekte derzeit nicht realisiert. Eurowind Energy war in diesem angespannten Marktumfeld in der jüngsten BNetzA-Ausschreibung erfolgreich und will weiter wachsen.
Drei Windparks mit insgesamt 70 MW hat Eurowind Energy in der BNetzA-Ausschreibung mit Gebotstermin 1. Mai 2026 platziert – das entspricht zehn modernen Windkraftanlagen mit jeweils 7 MW Leistung, die nun in die Bauphase gehen sollen. Das Unternehmen verfügt in Deutschland aktuell über ein Bauportfolio von 15 Projekten mit einer Leistung von insgesamt 284 MW sowie eine Entwicklungspipeline von rund 5 GW. Frisches Kapital für Projektankäufe und -realisierungen liefert eine Kooperation mit dem Finanzinvestor Blackstone.
Sinkende Erlöse, steigende Kosten
Nach Einschätzung von Eurowind Energy gerät die Windkraft-Projektierung zunehmend unter Druck: Die Zuschlagswerte in den BNetzA-Ausschreibungen sind zuletzt auf rund 5 Cent pro Kilowattstunde gesunken, während hoch abgeschlossene Grundstückspachtverträge und steigende Baukosten die Realisierung erschweren. Die Folge sind immer mehr genehmigte, aber nicht umgesetzte Windenergieprojekte in den Schubladen der Projektierer, so das Unternehmen.
Kapitalstärke und Wachstumsstrategie
In diesem angespannten Marktumfeld sieht sich Eurowind Energy durch die Kooperation mit dem Finanzinvestor Blackstone gut aufgestellt. Neben der Neuentwicklung von Windparks setzt Eurowind Energy gezielt auf den Zukauf ins Stocken geratener Projekte sowie auf Repoweringprojekte und sucht dafür zusätzliche Mitarbeitende in den Bereichen Projektentwicklung und EPC/Bau.
Geschäftsführer David Christopher Stahl: „Die erfolgreichen Zuschläge bestätigen unser Projektportfolio. Sie zeigen, dass wir hervorragend aufgestellt sind, um die Energiewende in Deutschland mitzugestalten. Vernünftiges, nachhaltiges Wirtschaften unseres Unternehmens zahlt sich gerade in dieser turbulenten Zeit aus. Wir sind zuverlässiger Partner, ohne den Bogen zu überspannen – unser entscheidender Wettbewerbsvorteil in einer stürmischen Marktlage.“
Über Eurowind Energy
Die dänische Eurowind Energy A/S wurde 2006 in Hobro gegründet und deckt die Wertschöpfungskette von Projektentwicklung über Bau bis zu Betrieb und Vermarktung in den Bereichen Wind, Solar, Wasserstoff, Biogas, Power-to-Heat und Batteriespeicher ab. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 700 Mitarbeitende in 15 europäischen Ländern; in Deutschland ist die Eurowind Energy GmbH mit Hauptsitz in Hamburg und weiteren Standorten in Flensburg, Leipzig, Marburg, Neuruppin und Rostock mit rund 120 Mitarbeitenden aktiv. Der Finanzinvestor Blackstone hatte sich im April 2026 mit einer Investition von bis zu zwei Milliarden Euro und einem Anteil von 24,7 Prozent an Eurowind Energy beteiligt, der Abschluss der Transaktion wird bis Jahresende 2026 erwartet.
© IWR, 2026
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