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Offshore-Windpark "Riffgat" bekommt Umspannwerk

Oldenburg - Für den Offshore-Windpark "Riffgat" des norddeutschen Versorgers EWE und des Windenergie-Projektierers Enova ist das 2.035 Tonnen schwere Umspannwerk vor der Küste Borkums errichtet und in Betrieb genommen worden. Die in den Niederlanden gefertigte Stahlkonstruktion war dazu zunächst auf einem Ponton in den Containerhafen Rotterdam geschleppt und dort auf das Schwerlastkranschiff "Oleg Strashnov" verladen worden. Nach Ankunft im Riffgat-Baufeld nahm der Kran des Spezialschiffes die Plattform an den Haken und setzte sie punktgenau auf der Jacket-Unterkonstruktion ab. Diese war bereits im vergangenen Herbst in der Nordsee verankert worden. "Mit der Installation und Inbetriebnahme des Umspannwerks auf See sind wir unserem Ziel, Riffgat im Sommer fertig errichtet zu haben, einen großen Schritt näher gekommen", freute sich Gesamtprojektleiter Wilfried Hube, "nun können wir alles für die Ankunft der ersten Windkraftanlagen im April vorbereiten." Errichtet werden die Anlagen von der Offshore-Windpark Riffgat GmbH & Co. KG, einer gemeinsamen Gesellschaft der EWE Vertrieb GmbH (90 Prozent) und der Enova Energiesysteme GmbH & Co KG (10 Prozent).

Strom von 30 Windturbinen wird hochgespannt
Das 38 Meter lange, 34 Meter breite und 16,5 Meter hohe Umspannwerk umfasst neben dem Hauptdeck mit der Umspanntechnik u.a. auch ein Kabeldeck sowie ein Oberdeck mit aufgesetzter Helikopter-Landefläche. Die Unterseite der Plattform liegt 19,5 Meter über der Wasseroberfläche, auf dem Helikopterdeck befindet man sich in 36 Metern Höhe. "Die 30 Windkraftanlagen des Parks werden später Ihre Leistung von insgesamt 108 Megawatt Richtung Umspannwerk leiten. Dieses hat dann die Funktion, die mit einer Spannung von 33 Kilovolt ankommende Leistung auf 155 Kilovolt Hochspannung zu transformieren, um eine verlustarme Übertragung dieser Leistung über ca. 70 Kilometer Exportkabel in das Übertragungsnetz an Land einzuspeisen", erläuterte Andree Reiners, Teilprojektleiter für das Umspannwerk.

Exportkabel werden verlegt
Anschließend wird der Strom durch das rund 80 Kilometer lange Exportkabel bis ins Umspannwerk Emden/Borssum geleitet und gelangt von dort aus ins deutsche Stromnetz. Das Kabel wird derzeit vom für die Nordsee-Windparks verantwortlichen Übertragungsnetzbetreiber TenneT verlegt. Das seeseitige Ende des Kabels ist im Zuge dieser Arbeiten bereits Anfang Dezember 2012 auf der Unterkonstruktion des Umspannwerks abgelegt und befestigt worden. Zeitgleich zur Ankunft des Umspannwerks sind auch die Kabellegearbeiten innerhalb des Windparks, also zwischen den Fundamenten der künftigen Windkraftanlagen und dem Umspannwerk, abgeschlossen worden.

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© IWR, 2013

18.02.2013

 



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