SGS schließt Zertifizierung von Offshore-Windpark Global Tech I ab
Hamburg – Nach insgesamt sechs Jahre andauernder Begleitung bei Planung, Bau und Inbetriebnahme des größten Offshore-Windparks Deutschlands, Global Tech I. hat die SGS-Gruppe die Zertifizierung des Projektes nun endgültig abgeschlossen. Seit Juli 2015 liefern die 80 Windturbinen der 5-Megawatt-Klasse in der deutschen Nordsee ausreichend Strom für rund 445.000 Haushalte.
Die SGS-Gruppe mit Hauptsitz in Genf und weltweit mehr als 80.000 Mitarbeitern zählt sich zu den weltweit führenden Unternehmen beim Prüfen, Testen, Verifizieren und Zertifizieren. Während der Konstruktions- und Ausführungsphase für den Nordsee-Windpark Global Tech I haben die Experten der SGS Industrial Services viele hundert technische Dokumente geprüft und zertifiziert. Zudem überwachten sie die Fertigung. Status- und Prüfberichte sowie diverse Teilzertifikate mündeten in die Gesamt-Projektzertifizierung durch die SGS gemäß den Standards des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Dies alles ist nun abgeschlossen.
SGS von Entwurfsplanung bis Installation dabei
Die SGS-Gruppe Deutschland hat die Projektzertifizierung des Windparks Global Tech I in enger Zusammenarbeit mit dem Windpark-Betreiber, der Hamburger Global Tech I Offshore Wind GmbH, erfolgreich abgeschlossen. Der Prüfkonzern hatte das Windparkprojekt neben weiteren Zertifizierungsunternehmen seit dem Jahr 2009 über die grundlegende Entwurfsplanung (Basic Design), die Ausführungsplanung, die Fertigung und den Transport bis hin zur Installation begleitet. Der Windpark wurde im Juli 2015 durch die Global Tech I vollständig in Betrieb genommen. Hinter der Betreiber-Gesellschaft stehen vor allem die Stadtwerke München (24,9 Prozent), Entega AG (ehemals HEAG Südhessische Energie AG, 24,9 Prozent), die Axpo International S. A.(24,1 Prozent) und die Esportes Offshore Beteiligungs GmbH (10,0 Prozent).
„Bei einem Windpark-Projekt dieser Größenordnung ist jeder Arbeitsschritt eine Herausforderung und muss von neutraler Stelle überwacht werden. In Spitzenzeiten waren deshalb für die SGS bis zu fünf Projektzertifizierungs-Spezialisten tätig. Darüber hinaus waren Inspektoren onshore und offshore sowie Partnerfirmen und externe Experten für die Zertifizierung im Einsatz“, erklärte Alireza Ahmari, zuständiger Projektleiter bei der SGS.
Bewertung von "Suction Cans" - Saugglocken-Gründung für Umspannstation
Im Projektverlauf überprüften die Experten der SGS unter anderem die Konstruktionspläne und bewerteten sowohl die Tragstrukturen der Windkraftanlagen als auch der Offshore-Umspannstation. Außerdem verifizierten sie die Typenzertifizierungen von Turbine und Rotorblättern und übernahmen die technische Dokumentation in der Bau- und Fertigungsphase.
„Das Zertifizierungsprojekt ist dabei ein wichtiger Meilenstein für die SGS-Gruppe Deutschland“, ergänzt Christian Nübold, der als Division Manager bei der SGS die Services für Industrieprojekte, speziell auch für Erneuerbare Energien, verantwortet. „Das Besondere beim Global Tech I Projekt waren für uns zum einen die sehr umfassenden und gewerkeübergreifenden Zertifizierungsanforderungen. Zum anderen mussten unsere Experten auch Innovationen bewerten – wie etwa die so genannten „Suction Cans“ oder Saugglocken, mit denen die Umspannstation im Seeboden gegründet ist.“
© IWR, 2015
Weitere News und Infos rund um das Thema Offshore-Windenergie:Global Marine zieht im Offshore-Windpark Wikinger die Strippen
Offshore-Windpark Global Tech I geht ans Netz
Zertifizierung bei DNV GL - Garrad Hassan
Offshore-Windkraftanlagen und -Service von Adwen17.11.2015
Pressemappen - mit Original-Pressemitteilungen



