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Siemens baut Windkraft-Fabrik in Marokko

Hamburg - Siemens wird in Marokko eine Fabrik zur Produktion von Rotorblättern für Onshore-Windkraftanlagen errichten. Mit bis zu 700 neuen Arbeitsplätzen verdreifacht Siemens durch diese Fabrik die Zahl seiner bisherigen Mitarbeiter in dem Land.

Siemens und die marokkanische Regierung haben nun die entsprechende Einigung für diese Investition erzielt. Der Bau der Fabrik beginnt bereits im Frühling 2016. Der Produktionsbeginn ist für Frühjahr 2017 vorgesehen.

Von Marokko aus wachsende Onshore-Märkte in EMEA-Region bedienen
„Wir investieren dort, wo wir gute Geschäftsbedingungen vorfinden", sagte Markus Tacke, CEO der Siemens Wind Power and Renewables Division. „Marokko ist ein hervorragender Standort, um die wachsenden Onshore-Märkte in Afrika, dem Mittleren Osten und Europa zu bedienen. Die Wirtschaft ist stark, das politische Klima stabil und Marokko verfügt über junge, gut ausgebildete und motivierte Arbeitskräfte. Diese Faktoren tragen dazu bei, Tanger zu einem idealen Standort für unsere neue hochmoderne Fertigung zu machen."

Gute Bedingungen zum Export der Rotorblätter
Die geplante Rotorblattfertigung in der Tanger Automotive City wird rund 35 Kilometer vom nächsten Seehafen, dem Tanger Med Port, entfernt auf 37.500 Quadratmetern entstehen. Dies entspricht einer Fläche von fünf Fußballfeldern. Zentral zwischen Europa und Afrika gelegen, bietet der Hafen gute Bedingungen für die Abwicklung und den Export der Rotorblätter zu verschiedenen Standorten in Afrika, dem Mittelern Osten und Europa.

König Mohammed VI will Erneuerbaren-Anteil bis 2030 auf 52 Prozent steigern
Seit 1956 ist das Unternehmen ununterbrochen mit seiner Regionalgesellschaft Siemens Maroc vor Ort tätig. Siemens hat auch bereits mehrere Schlüsselprojekte zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen in Marokko umgesetzt, dazu gehört z.B. das 300 Megawatt (MW) große Windprojekt Tarfaya. Der Strombedarf Marokkos steigt und eine saubere, erneuerbare Energieerzeugung spielt eine immer wichtigere Rolle. Ziel der marokkanischen Regierung ist es, bis zum Jahr 2020 rund 42 Prozent des Energiebedarfes durch Erneuerbare Energien zu decken – davon allein 20 Prozent durch Windkraft. Bei der UN-Klimakonferenz COP 21 in Paris erhöhte der marokkanische König Mohammed VI die Ziele zum Ausbau der Erneuerbaren für das Jahr 2030 sogar auf 52 Prozent.

© IWR, 2016

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10.03.2016

 



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