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Dong Energy und Vattenfall mit Gewinneinbußen

Fredericia, Dänemark / Stockholm – Der Offshore-Spezialist Dong Energy aus Dänemark und der schwedische Energiekonzern Vattenfall haben Zahlen für das erste Quartal 2017 vorgelegt. Beide Konzerne müssen erhebliche Gewinneinbußen hinnehmen.

Bei Dong Energy ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im Vergleich zum ersten Quartal 2016 stark eingebrochen. Der im regenerativen Aktienindex RENIXX World vertretene Weltmarktführer im Bereich Offshore-Windenergie sieht sich trotzdem auf dem richtigen Kurs und bestätigt den Ausblick für das Gesamtjahr. Bei Vattenfall ist der Periodenergebnis um rund 45 Prozent eingebrochen.

Dong Energy: Einmaleffekte sorgen für Gewinneinbruch im ersten Quartal 2017

Der Offshore-Weltmarktführer Dong Energy hat seine Zahlen für das erste Quartal 2017 veröffentlicht und dabei einen Gewinneinbruch von über 50 Prozent verzeichnet. Der Umsatz gab zwar nur um 5 Prozent auf 16,5 Mrd. dänische Kronen (DKK, umgerechnet 2,2 Mrd. Euro) nach, doch das Ebitda des dänischen Energieversorgers ist von 7,1 Mrd. DKK (etwa 950 Mio. Euro) im ersten Quartal 2016 um 54 Prozent auf 3,3 Mrd. DKK (etwa 440 Mio. Euro) in den ersten drei Monaten 2017 eingebrochen. Der Periodengewinn ist um 49 Prozent auf 2,6 Mrd. DKK gesunken. Dong sieht damit seine Erwartungen bestätigt und führt als Gründe für den starken Rückgang vor allem positive Einmaleffekte aus dem Gasgeschäft in Q1 2016 an, die es im ersten Quartal 2017 nicht gegeben habe.

Dong-CEO Poulsen: Guter Start in 2017

Neben den schwachen Zahlen beim Ebitda konnte der Energieversorger aber auch positive Nachrichten vermelden. So sind die Einkünfte aus den laufenden Windparks um 21 Prozent gestiegen. Dong-CEO Henrik Poulsen spricht bezüglich der Quartalsergebnisse von einem guten Start ins Jahr 2017 und sieht in den Zahlen eine Bestätigung der Erwartungen. Man halte für das Gesamtjahr am Plan von einem Ebitda in Höhe von 15 bis 17 Mrd. DKK und Bruttoinvestitionen von insgesamt 18 bis 20 Mrd. DKK fest. Poulsen hob außerdem hervor, dass man bei den deutschen Ausschreibungen den Zuschlag für drei Offshore-Projekte erhalten habe und auch mit den fünf aktuell im Bau befindlichen großen Offshore-Windparks voll im Plan sei. Die Aktie von Dong Energy hat im Handel am Donnerstag um 0,6 Prozent nachgegeben. Am Freitag steigt der Kurs des Wertpapiers bislang wieder um 0,4 Prozent auf 36,14 Euro (Stand 14:12 Uhr, Börse Stuttgart).

Periodenergebnis bricht auch bei Vattenfall ein

Bei Vattenfall aus Schweden sind die Umsätze in den ersten drei Monaten 2017 um 3,7 Prozent auf 40,1 Mrd. schwedische Kronen (SEK, etwa 4,2 Mrd. Euro) gesunken. Das bereinigte Betriebsergebnis wurde hingegen leicht auf 8,3 Mrd. SEK gesteigert. Wie bei Dong Energy hat sich auch bei Vattenfall das Periodenergebnis deutlich um 45 Prozent auf 3,8 Mrd. SEK verschlechtert. Vattenfalls spricht von einem deutlichen Zuwachs im Bereich erneuerbare Energien nach der kompletten Inbetriebnahme des deutschen Offshore-Windparks Sandbank mit 288 Megawatt Leistung sowie der Teilinbetriebnahme des britischen Windparks Pen y Cymoedd (144 MW von insgesamt 228 MW).

© IWR, 2017

28.04.2017