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Siemens Gamesa mit schwachem Umsatz und Rekord-Auftragseingang

© Siemens Gamesa Renewables© Siemens Gamesa RenewablesZamudio - Der Windkraftanlagen-Hersteller Siemens Gamesa hat schwache Umsatz- und Gewinnzahlen für das 3. Quartal und für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres bekannt gegeben. Trotz eines hohen Auftragseingangs verliert die Aktie über 6 Prozent.

Siemens Gamesa muss einen deutlichen Umsatzeinbruch hinnehmen. Ursache sind geringere Verkaufszahlen und ein Preisdruck bei den Windkraftanlagen. Zwar steigt der Auftragseingang auf ein neues Rekordniveau, dennoch verkaufen die Investoren die im weltweiten Aktienindex RENIXX World gelistete Siemens Gamesa Aktie (akt. -6,5 %, 11,74 Euro, Xetra).

Siemens Gamesa mit schwachem Umsatz 2018
Der Umsatz belief sich im dritten Quartal (April – Juni) auf 2,135 Mrd. Euro, das ist ein Rückgang um 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2017/2018 (Ende September) erreichte Siemens Gamesa einen Umsatz in Höhe von 6,504 Mrd. Euro, das entspricht sogar einem Rückgang um 25 Prozent. Neben geringeren Verkaufszahlen hält der Preisdruck bei den Windturbinen an. Ein Lichtblick ist der Auftragseingang, der um 3,292 Mrd. auf 23,226 Mrd. Euro klettert, teilte Siemens Gamesa mit. So belief sich der Auftragseingang im Onshore-Markt im dritten Quartal auf 1.660 MW (Brasilien, Spanien, Südafrika, Irland, USA). Im Offshore Sektor stieg der Auftragseingang auf 1.368 MW an festen Bestellungen, u.a. basierend auf der Lieferung von 165 Turbinen für den riesigen britischen Offshore Windpark Hornsea II und Windturbinen mit 120 MW Leistung für die Offshore Windenergie in Taiwan.

Nettoergebnis nach neun Monaten: 45 Millionen Euro
Auf der Ergebnisseite meldet Siemens Gamesa einen Nettogewinn in Höhe von 45 Mio. Euro, inklusive der Kosten für das laufende Restrukturierungs- und Integrationsprogramm. Die Nettoverschuldung betrug zum Ende des Quartals 154 Mio. Euro. Für das vierte Quartal 2018 erwartet Siemens Gamesa eine insgesamt stärkere Performance. Positive Treiber sollen demnach ein höheres Volumen, weitere Kostenoptimierung und die erwarteten Synergien im Rahmen des Transformationsprogramms L3AD2020 vom 15.02.2018 sein.

© IWR, 2018


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27.07.2018