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Tennet startet Verlegung von Nordlink-Seekabel in der Nordsee

© Tennet© TennetBayreuth – Über 620 km lang wird das Nordlink-Seekabel bei der geplanten Fertigstellung im Jahr 2020 sein. Auf deutscher Seite wurde jetzt in der Nordsee mit der Verlegung des Kabels begonnen. In Norwegen ist man schon weiter.

In Norwegen sind bereits rd. 130 Kilometer Kabel des Interkonnektors Nordlink verlegt, der einmal den direkten Austausch von deutschem Wind- und Solarstrom und norwegischem Wasserkraftstrom sicherstellen wird.

99 km Seekabel werden in den nächsten Wochen verlegt
Der Übertragungsnetzbetreiber Tennet hat jetzt mit der Verlegung der ersten Kilometer (km) des Seekabelabschnitts von „Nordlink“ in der deutschen Nordsee begonnen. In den kommenden Wochen werden 99 Kilometer Kabel zwischen der Kabelanlandung am Deich bei Büsum (Schleswig-Holstein) durch den Wattenmeerbereich bis südwestlich der Insel Sylt in den Meeresboden eingespült, so der Plan.

2019 sollen dann weitere 55 km Seekabel im deutschen Offshorebereich bis zur Grenze der dänischen Hoheitsgewässer verlegt werden. Dort soll das Kabelende dann mit dem in 2018 und 2019 im dänischen Nordseebereich zu verlegenden, 228 km langen Kabelabschnitt mittels einer Seekabelmuffe verbunden werden. Der 134 km lange Seekabelabschnitt in den norwegischen Hoheitsgewässern ist bereits fertiggestellt. Der Bau der 53 km langen Freileitung auf dem norwegischen Festland wird voraussichtlich 2019 abgeschlossen sein. Auf dem deutschen Festland wird Nordlink dann ab 2019 auf einer Strecke von 54 km als Erdkabel zwischen dem Büsumer Deich und der Konverterstation Wilster (Kreis Steinburg) verlegt.

Die Gesamtlänge des Interkonnektors Nordlink beträgt nach Fertigstellung 623 Kilometer. Das Nordlink-Kabel wird erstmals die Strommärkte Deutschlands und Norwegens direkt verbinden und dient dem Austausch deutscher Wind- und Solarenergie und norwegischer Wasserkraft.

Ausführung als Gleichstromkabel sorgt für verlustarme Übertragung
Das Nordlink-Projekt wird von einem Konsortium realisiert, an dem zu jeweils 50% der norwegische Übertragungsnetzbetreiber Statnett sowie die DC Nordseekabel GmbH & Co.KG beteiligt sind. An DC Nordseekabel halten Tennet und die KfW jeweils 50 Prozent der Geschäftsanteile. DC Nordseekabel verantwortet Bau und Genehmigungen auf deutscher Seite.

Nordlink stellt eine Verbindung zu den Kapazitäten der Wasserkraftwerke in Norwegen und zu Wind- und Solarparks in Deutschland her. Die Kabelverbindung wird als Gleichstromautobahn ohne Abfahrt, also als Punkt-zu-Punkt-Verbindung, zwischen den Drehstromnetzen in Deutschland und Norwegen gebaut. Gleichstrom wird aufgrund der Streckenlänge und der großen Übertragungsleistung zur verlustarmen Übertragung verwendet. Die Konverterstationen werden in Wilster (Schleswig-Holstein) und Tonstad (Norwegen) errichtet. An diesen Standorten wird der Strom von Gleich- in Drehstrom (bzw. umgekehrt, je nach Übertragungsrichtung) umgewandelt und in das deutsche bzw. norwegische Drehstrom-Übertragungsnetz eingespeist, um Haushalte und Unternehmen mit grünem Strom zu versorgen.

© IWR, 2018


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05.09.2018

 




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