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Iberdrola bringt sich bei schwimmenden Offshore-Windparks in Stellung

© Iberdrola© IberdrolaBilbao, Spanien - Angesichts der großen Potenziale liegt künftig ein Fokus des spanischen Energiekonzerns Iberdrola auf der schwimmenden Offshore Wind Technologie. Unter der Leitung von Iberdrola will ein internationales Projektkonsortium in Norwegen eine schwimmende Offshore-Windenergieanlage mit mehr als 10 Megawatt (MW) installieren und testen.

Der spanische Energiekonzern Iberdrola setzt beim Ausbau seiner Erzeugungskapazitäten stark auf Erneuerbare Energien. In den letzten Jahren hat das Unternehmen sein regeneratives Portfolio insbesondere im Windenergiebereich stark ausgebaut. Im Bereich der schwimmenden Offshore-Windenergie stärkt Iberdrola seine Position durch die Führung eines internationalen Projektes, dessen Ziel der Betrieb einer 10+ MW-Turbine in der norwegischen Nordsee in einer Wassertiefe von ca. 80 Metern ist. In Spanien steht Iberdrola kurz vor der Umsetzung eines weiteren Demovorhabens.

Demonstrations-Projekte in Norwegen und Spanien auf der Agenda von Iberdrola
Im Rahmen des EU-Projekts Flagship soll in Norwegen eine schwimmende Offshore-Windenergieanlage mit einer Leistung von 10+ MW auf der neuen schwimmenden Betonstruktur „OO-Star Wind Floater“ entworfen, installiert sowie betrieben werden. Die Tests der Demonstrationsanlage sollen in der norwegischen Nordsee an einem Standort des norwegischen Marine Energy Test Centre (Met-Zentrum) bei einer Wassertiefe von ca. 80 Meter erfolgen. Neben dem Energiekonzern Iberdrola, der das Projekt leitet, gehören dem internationalen Projektkonsortium weitere Unternehmen und Institutionen aus Spanien (Core-Marine, Cener, IHC, Zabala Innovation Consulting), Norwegen (Olav Olsen, Kvaerner, Unitech Subsea, Met Centre), Frankreich (EDF), Dänemark (DTU) und Deutschland (DNV-GL) an.

Nachdem in der Evaluierungsphase die maximale Bewertung (15/15) erreicht wurde, läuft derzeit das Antragsverfahren zur Sicherung einer weiteren Projektunterstützung. Iberdrola hofft, noch in der zweiten Hälfte des Jahres 2020 eine Zusage in Höhe von etwa 25 Millionen Euro mit der „Innovation and Networks Executive Agency (INEA)" der Europäischen Kommission zu unterzeichnen. Die Herstellung der schwimmenden Plattform könnte dann im zweiten Quartal 2021 beginnen, die Installation im ersten Quartal 2022.

Auch in Spanien verfolgt Iberdrola Pläne für ein weiteres schwimmendes Demonstrationsprojekt. In Spanien sind die Gewässer im Allgemeinen zu tief für traditionelle feste Fundamente, so dass die schwimmende Technologie als entscheidend für die Erschließung des großen Potenzials für Offshore-Windenergieanlage angesehen wird. Bei dem spanischen Projekt soll allerdings eine andere Technologie als die in Norwegen zum Einsatz kommen. Geplant ist ein Standort der Anlage in den Gewässern rund um die Kanarischen Inseln oder in der Biscaya, am der Marine Energy Platform. Konkrete Einzelheiten sollen noch in diesem Jahr festgelegt und veröffentlicht werden.

Iberdrola will führender Akteur im Markt für schwimmende Offshore-Turbinen werden
Die beiden Projekte stellen für Iberdrola einen weiteren wichtigen Schritt seiner Wachstumsstrategie im Bereich Offshore-Wind dar. Seit dem Einstieg vor neun Jahren hat sich Iberdrola mit den Offshore-Windparks West of Duddon Sands (389 MW, Großbritannien), Wikinger (350 MW, Deutschland) sowie den sich in Bau befindlichen Offshore-Windparks East Anglia One (714 MW, Großbritannien) und Saint Brieuc (496 MW, Frankreich) zu einem der größten Erzeuger von Windstrom entwickelt. Einschließlich dem 3.000 MW-Projekt East Anglia Hub und den fast 1.000 MW Baltic Hub Projekten verfügt Iberdrola nach eigenen Angaben über eine gesicherte Offshore-Wind Pipeline von mehr als 10.000 MW (10 GW) an verschiedenen Standorten und in unterschiedlichen Entwicklungsstufen. Weltweit werden weitere Möglichkeiten ausgelotet. An einigen dieser Projektstandorte prüft Iberdrola derzeit die Option zur Installation weiterer schwimmender Windenergieanlagen, u.a. auch in der deutschen Ostsee.

„Iberdrola strebt an, ein führender Akteur im Bereich schwimmender Offshore-Windtechnik zu sein“, so Jonathan Cole, Iberdrola's Managing Director des globalen Geschäftsbereichs Offshore Wind. Es gebe weltweit ein enormes Potenzial für schwimmende Offshore-Windparks, da sie neue Märkte eröffnen, wo die maritimen Bedingungen die Entwicklung traditioneller Offshore-Technik einschränken, so Cole weiter. Iberdrola sei dabei nicht an eine bestimmte Technologie gebunden, das das Unternehmen seit vielen Jahren alle Entwicklungen in diesem Sektor aktiv analysiere.


© IWR, 2020


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