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Schwimmender Offshore-Windpark vor Portugal in Betrieb

Madrid, Spanien - Vor der Küste Portugals ist der schwimmende Offshore-Windpark „Windfloat Atlantic“ jetzt voll in Betrieb. Das Windplus-Konsortium geht davon aus, dass mit der verwendeten Windfloat-Technik neben Kosteneinsparpotenzialen nun auch Wassertiefen erschlossen werden können, die für die Offshore-Windenergie bislang nicht zugänglich waren.

Schwimmende Offshore-Windparks erhöhen das weltweite Potenzial der Offshore-Windenergienutzung erheblich, da nun auch ertragreiche Standorte mit größeren Wassertiefen in Betracht gezogen werden können. Mit der Inbetriebnahme des Offshore-Windparks Windfloat Atlantic im Atlantik vor Portugal hat das Windplus-Konsortium demonstriert, dass es möglich ist, Meeres-Standorte mit Wassertiefen von 100 m für die Offshore-Windenergie zu erschließen. Neben dem höheren Windpotenzial, das i.d.R. mit wachsender Entfernung zur Küste zunimmt, sehen die Konsortialpartner weitere Vorteile in der kostenoptimierten Errichtungstechnik.

25 MW-Offshore-Windparkt in 20 km Küstenentfernung mit 100 m Wassertiefe
Der schwimmende Offshore-Windpark Windfloat Atlantic des Windplus-Konsortiums vor der portugiesischen Küste mit einer Gesamtkapazität von 25 Megawatt (MW) ist komplett errichtet und in Betrieb. Nach dem Anschluss der letzten der drei schwimmenden 8,4 MW Offshore-Anlagen an das 20 km lange Kabel, das den Windpark mit dem Umspannwerk im portugiesischen Viana do Castelo verbindet, speisen nun alle Anlagen den Strom ins Netz.

Die Windenergieanlagen sind auf speziellen schwimmenden Plattformen als Gründungsstruktur installiert. Die Plattformen bestehen jeweils aus drei 30 m hohen Säulen, die in einem Abstand von 50 m miteinander verbunden sind. Diese werden am Meeresboden in einer Tiefe von etwa 100 m in einer Entfernung zur Küste von ca. 20 km verankert. Auf jeder Plattform wurde eine 8,4-MW-Turbine von MHI-Vestas installiert.

Windfloat eröffnet neue Perspektiven für internationalen Offshore-Ausbau
Mit der Inbetriebnahme des Projektes geht ein jahrzehntelanges Projekt des Joint Ventures Windplus erfolgreich zu Ende, das den Zugang zu Windressourcen in bisher unzugänglichen Wassertiefen sicherstellt. Mit der Verankerungstechnologie ist es nach Angaben des zu dem Joint Venture gehörenden spanischen Energieversorgers Repsol möglich, Offshore-Windenergieanlagen in Gewässern mit einer Tiefe von über 100 m zu installieren. Dabei weist die schwimmende Konstruktion auch bei ungünstigen Wetter und Seebedingungen eine ausreichende Stabilität auf. Ein weiterer entscheidender Vorteil ist die verwendete Montagetechnologie: Die Montage im Trockendock hat zu erheblichen logistischen und finanziellen Einsparungen geführt. Die Plattformen konnten zudem mit Standard-Schleppbooten an ihren Standort geschleppt werden, so Repsol.

Da die Plattformen auch in sehr tiefen Gewässern platziert werden können, lassen sich mit dem Windfloat Prinzip künftig Energieressourcen in weiten Teilen des Meeres erschließen und große gesellschaftliche Herausforderungen wie den Übergang zu sauberer Energie, Energiesicherheit und Klimawandel angehen und gleichzeitig Arbeitsplätze, Wirtschaftswachstum und Möglichkeiten für nachhaltige Investitionen schaffen, hoffen die Konsortialmitglieder auf einen großen Markt für ihre schwimmende Basisstruktur.

Das Windfloat Atlantic Project wurde durch das Windplus-Konsortium unter der Leitung von on EDP Renewables realisiert. Neben EDP Renewables (54,4 Prozent) sind Engie (25 Prozent), Repsol (19,4 Prozent) und Principle Power Inc. (1,2 Prozent) beteiligt. Das Windfloat Atlantic Project wurde von öffentlichen und privaten Institutionen unterstützt. Die Regierung Portugals, die Europäische Kommission und die Europäische Investitionsbank leisteten finanzielle Unterstützung.


© IWR, 2020


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30.07.2020

 



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