Schwimmende Offshore-Windparks: EnBW und Aerodyn testen Modell erstmals in Deutschland
Stuttgart / Hamburg / Bremerhaven - Schwimmende Offshore-Windparks rücken als weitere Nutzungsoption der Offshore-Windenergie zunehmend in den Fokus. Das weltweite Standortpotenzial ist riesig, da der Standort anders als bei Offshore-Windenergieanlagen mit Fundament nicht von der Wassertiefe abhängig ist.
Der Energiekonzern EnBW und das norddeutsche Ingenieurunternehmen Aerodyn Engineering testen derzeit ein 18 Meter hohes Modell für schwimmende Windenergieanlagen im Maßstab 1:10 in einem Baggersee bei Bremerhaven. Das Nezzy² getaufte Modell besteht aus zwei Windenergieanlagen auf einer schwimmenden Plattform aus Betonfertigteilen. Im Sommer soll Nezzy² in der Ostsee bei Wind und Wellen eingesetzt werden. Verlaufen die Tests positiv, soll das Modell mit einem weiteren Partner in Originalgröße in China getestet werden. Ziel des Forschungsprojektes ist die Entwicklung einer neuen Offshore-Technologie, bei der die Windkraftanlagen auf der Wasseroberfläche schwimmen.
„Wir testen das Model Nezzy² in einer Partnerschaft mit Aerodyn, weil es viele technische Innovationen miteinander verknüpft“, so Dr. Hannah König, Leiterin Wind- und Maritime Technik bei der EnBW. Bei künftigen Projekten plane die EnBW selbst schwimmende Anlagen einzusetzen: „Insbesondere Frankreich ist für uns gemeinsam mit unserem Tochterunternehmen Valeco hierfür ein interessanter Markt“, so König weiter.
© IWR, 2026
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