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Wetter im September 2020: Deutlich zu warm und zu trocken

© Adobe / Fotolia© Adobe / FotoliaMünster - Der September 2020 bescherte Deutschland über weite Strecken noch einmal sonniges und warmes Wetter. Ein Wechsel der Großwetterlage sorgte dann zwar für eine deutlich kühlere und niederschlagsreiche Witterung, unterm Strich ist der Monat aber wieder deutlich zu warm und zu trocken.

Per saldo war der September 2020 als erster klimatologischer Herbstmonat verglichen mit der langjährigen Referenzperiode zu warm, zu trocken und sehr sonnig. Das geht aus den Daten des Deutschen Wetterdienst (DWD) hervor. Für das Gesamtjahr 2020 zeichnet sich ausgehend von der Entwicklung von Januar bis September 2020 ein neuer Temperaturrekord in Deutschland ab.

September überwiegend sommerlich warm
Mit einer durchschnittlichen Temperatur von 14,8 Grad Celsius (°C) war der September gegenüber dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990 um 1,5 Grad zu warm. Der letzte Monat reicht damit aber bei weitem nicht an die mit 16,9 Grad deutlich wärmeren Septembermonate 2016 und 2006 heran.
In den ersten drei Wochen zeigte sich der September 2020 unter Hochdruckeinfluss meist spätsommerlich warm. Im Südwesten gab es 10 bis 18 Sommertage mit 25 Grad und mehr. Mitte September drehte die Strömung auf südliche Richtungen, wodurch die Temperaturen regional noch mal auf deutlich über 30 °C kletterten, bevor es dann insbesondere in den Nachtstunden zum Teil bereits empfindlich kalt wurde. Der September 2020 war mit 206 Sonnenstunden ein sehr sonniger Monat und übertraf das monatsspezifische Sonnenscheinsoll von 150 Stunden um gut ein Drittel. Am sonnigsten war es mit über 230 Stunden in der Mitte Deutschlands.

Niederschlagssoll im September deutlich unterschritten
Der September 2020 lag mit knapp 50 Litern Niederschlag pro Quadratmeter (l/m²) etwa 20 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt von 61 l/m². Nachdem es unter Hochdruckeinfluss in weiten Teilen Deutschlands wochenlang trocken blieb, brachten Tiefdruckgebiete in der letzten Septemberwoche flächendeckende und reichliche Niederschläge. Am Alpenrand sowie im Südschwarzwald fiel mit Monatssummen von über 150 l/m² der meiste Regen. Auch den in den Vormonaten besonders trockenen östlichen Gebieten Deutschlands brachten die Tiefdruckgebiete signifikante Regenmengen. Viel zu trocken blieb es dagegen in Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Hessen, hier wurden gerade einmal 50 Prozent der zu erwartenden Monatssummen gemessen.

Neuer Temperatur-Jahresrekord in Deutschland für 2020?
Nach den bisher vorliegenden Daten für die ersten neun Monate könnte sich mit Blick auf das Gesamtjahr 2020 wieder ein neuer Jahres-Temperaturrekord in Deutschland abzeichnen. Für den Zeitraum Januar bis September 2020 beträgt die durchschnittliche Temperatur 11,7 Grad (Jan – Sep 2019: 11,5). Das ist bisher (Jan – Sep 2020) eine Abweichung um + 2,3 Grad im Vergleich zur internationalen Referenzperiode 1961 – 1990 des gleichen Monatszeitraums. Von den ersten neun Monaten des Jahres 2020 waren bis auf einen Monate alle zu warm. In der Spitze ragt bisher der Februar mit einer Abweichung um plus 4,9 Grad heraus, lediglich der Mai war bisher um 0,2 Grad zu kalt.
Die bisherige höchste Jahrestemperatur in Deutschland seit Beginn der Temperaturmessungen im Jahr 1881 weist das 2018 mit 10,5 Grad auf.


© IWR, 2020


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12.10.2020

 



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