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Oman treibt Großprojekte für grünen Wasserstoff in Duqm voran

© OPAZ© OPAZMuscat – Das Sultanat Oman auf der arabischen Halbinsel stellt sich neu auf und will bis 2040 erreichen, dass 90 Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP) des Landes nicht mehr auf Öl basiert. Investoren sollen angelockt werden, um Wasserstoff und Ammoniak auf Basis von regenerativen Energien im Oman zu produzieren.

Die Sonderwirtschaftszone Duqm im Oman mit einer Fläche von 1.745 km² hat einem Flughafen, einem Hafen und ist das Aushängeschild des Landes für neue Wirtschaftsprojekte nach dem Ölzeitalter. Internationale Investoren entdecken den Oman nun zunehmend für grüne Wasserstoff- und Ammoniak-Projekte.

Indische ACME Group und OPAZ-Sonderwirtschafts-Behörde unterzeichnen Vereinbarung
Die zuständige Behörde für Sonderwirtschaftszonen und Freizonen (OPAZ) im Oman hat mit der indischen ACME Group eine Vereinbarung über die Reservierung von Land für die Errichtung des „Green Hydrogen & Ammonia-Projects“ in der Sonderwirtschaftszone von Duqm unterzeichnet. ACME ist der größte Entwickler und Betreiber von Solarkraftwerken in Indien.

Die Vereinbarung wurde jetzt vom OPAZ-Vorsitzenden S.E. D. Ali bin Masuad Al Sunaidi und Manoj Upadhyay, dem Vorsitzenden von Acme sowie Gursharan Jassal, GM Business Developer von ACME, unterzeichnet. ACME will mit dem Bau im Oman beginnen, sobald die nach eigenen Angaben weltweit erste integrierte Anlage für grünen Wasserstoff und grünes Ammoniak im indischen Bikaner in Betrieb geht. Grüner Wasserstoff zur Ammoniak-Produktion wird mit Strom aus einem 5 MW Kraftwerk (erweiterbar auf 10 MW) erzeugt.

ACME will jährlich 900.000 Tonnen grünen Ammoniak im Oman produzieren
Im März 2021 hatten The Oman Company for the Development of the Special Economic Zone at Duqm (Tatweer) und die ACME Group ein Memorandum of Understanding (MoU) zur Einrichtung einer Großanlage zur Herstellung von grünem Wasserstoff und grünem Ammoniak unterzeichnet.
Die integrierte Anlage im Oman besteht aus 3 GW Solarleistung und nutzt eine installierte Windkraftleistung von 0,5 GW, um unter Einsatz von grünem Wasserstoff täglich 2.400 Tonnen grünes Ammoniak zu produzieren. Die Jahreskapazität erreicht knapp 900.000 Tonnen.

Dies wäre die erste Anlage dieser Größenordnung, die bis 2022 in Betrieb gehen würde. In der 3,5 Mrd. US-Dollar teuren Anlage soll grünes Ammoniak in Nachfragezentren wie Europa und Asien exportiert werden. Ammoniak ist eine Verbindung von Stickstoff und Wasserstoff, einer der meistproduzierten chemischen Grundstoffe und wird u.a. zu Düngemitteln weiterverarbeitet.

Großes internationales Interesse an Wasserstoff-Projekten im Oman
Die Unterzeichnung des Abkommens zwischen der ACME und der OPAZ steht im Zusammenhang mit dem Plan der omanischen Behörde, Investitionen im Bereich der sauberen Energie durch die Produktion von grünem Wasserstoff und Ammoniak aus erneuerbaren Energien zu fördern und deren Nutzung in verschiedenen Bereichen wie dem Transport- und Fertigungssektor zusammen mit anderen Energieressourcen in der Sonderwirtschaftszone in Duqm zu verbessern. Neben der indischen ACME plant beispielsweise auch das Konsortium Hyport Duqm, an dem DEME, OQ Alternative Energy und Uniper beteiligt sind, den Standort für die Produktion von grünem Wasserstoff zu nutzen. In der ersten Phase ist eine Anlage für grünen Wasserstoff mit 250 bis 500 MW Leistung geplant, die 2026 in Betrieb gehen soll.

Oman verhandelt mit mehreren internationalen Investoren
Jalal bin Abdul Karim Al Lawati wies im Zuge der Unterzeichnung der Vereinbarung mit der ACME darauf hin, dass derzeit mit mehreren internationalen Unternehmen verhandelt wird, die den Wunsch geäußert haben, Projekte zur Herstellung von grünem Wasserstoff und Ammoniak in Duqm, Salalah und Sohar zu errichten. Er fügte hinzu, dass die Freihandelszone Duqm mit einer Fläche von 1.745 km² die ideale Region für die Ansiedlung von Projekten zur Herstellung von grünem Wasserstoff und Ammoniak sei, da es eine hohe Sonneneinstrahlung, ganzjährig verfügbare Windressourcen und einen einfachen Export und Import über den Hafen von Duqm gebe. Vor allem die Nutzung der großen Flächen für erneuerbare Energien sind ein weiterer Vorteil, diese werden auf etwa 200 km² geschätzt.

© IWR, 2021


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26.08.2021

 



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