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North Queenland Super Hub soll Grünen Wasserstoff mit Wind und Sonne erzeugen

© Fortescue Future Industries© Fortescue Future IndustriesPerth, Australien - Weltweit entwickeln sich die Aktivitäten zum Aufbau von Produktionskapazitäten für grünen Wasserstoff dynamisch. Neben in Massenproduktion hergestellten Elektrolyseuren werden für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft riesige regenerative Erzeugungskapazitäten benötigt. Eine wichtige Rolle hat dabei Australien.

Die australische Unternehmen Fortescue Future Industries (FFI) und Windlab haben eine Partnerschaft im Bereich Wasserstoff geschlossen. Ziel ist es, gemeinsam Wind- und Solarenergie-Kapazitäten mit einer Leistung von mehr als 10.000 Megawatt (10 GW) aufzubauen, die für die Produktion von Grünem Wasserstoff eingesetzt werden.

Australien strebt Führungsposition bei Grünem Wasserstoff an
Im Nordwesten des australischen Bundesstaates Queensland soll eines der bislang größten Projekte für erneuerbare Energien in diesem Bundesstaat entstehen. Das grüne Technologieunternehmen Fortescue Future Industries (FFI) und der australische Projektentwickler Windlab arbeiten an einem Hub, der über eine Wind- und Solarenergieleistung von mehr als 10.000 MW verfügen und die industrielle Produktion von grünem Wasserstoff in Queensland unterstützen soll.

Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund der Investition von FFI in die Errichtung einer Produktionsanlage für Elektrolyseure in Gladstone mit einer Jahreskapazität von zunächst 2.000 MW (2 GW).

"Australiens natürliche Ressourcen, einschließlich Wind, Sonne und Landmasse, sind konkurrenzlos, was ihr Potenzial für die Produktion von grüner Energie - insbesondere von grünem Wasserstoff - angeht, und das trifft nirgendwo mehr zu als im Sunshine State. Es geht darum sicherzustellen, dass Queensland und Australien in der bestmöglichen Position sind, um weltweit eine führende Rolle bei der Produktion und Lieferung von grünem Wasserstoff zu spielen“, so FFI CEO Mark Hutchinson.

Der North Queensland Super Hub soll zum ersten Mal die Menge an erneuerbarer Energie bereitstellen, die benötigt wird, um die Produktion von grünem Wasserstoff in großem Maßstab in Queensland zu unterstützen. „Die ökologischen und wirtschaftlichen Chancen, die sich daraus ergeben, sind beträchtlich, sowohl im Hinblick auf die Senkung der Emissionen und die Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen als auch im Hinblick auf die Schaffung von Arbeitsplätzen vor Ort", so Hutchinson weiter.

Windlab verfügt bereits über umfassende Erfahrungen mit Projekten in der Region, unter anderem durch die Entwicklung und den Betrieb des Kennedy Energy Parks, einer der weltweit ersten hybriden Wind-, Solar- und Batteriespeicheranlagen bei Hughenden.

Bau von erster Phase des 10.000 MW Hubs soll 2025 beginnen
Die erste Phase des vorgeschlagenen Projekts umfasst den 800-MW-Windpark Prairie und das 1.000-MW-Projekt Wongalee. Die beiden Vorhaben befinden sich aktuell in der Planungsphase. Bislang liegen Grundstücksvereinbarungen vor, der Antrag auf Erschließungsgenehmigung für den Windpark Prairie soll in den kommenden Monaten eingereicht werden.

Vorbehaltlich der Genehmigungen ist es geplant, mit dem Bau der ersten Stufe voraussichtlich im Jahr 2025 zu beginnen. Ab 2027 werden die beiden Projekte voraussichtlich Strom produzieren. Die im Rahmen des Projekts erzeugte Energie dient der Herstellung von grünem Wasserstoff und der Einspeisung erneuerbarer Energie in das Stromnetz.

Der CEO von Windlab John Martin betonte, dass das Unternehmen zehn Jahre lang ein tiefes Verständnis für die erneuerbaren Energieressourcen der Region entwickelt und Beziehungen zu den lokalen Interessengruppen und der Gemeinde aufgebaut habe. "Diese Anlage ist ein großer Schritt auf dem Weg zur Verwirklichung unseres strategischen, skalierbaren Entwicklungsplans, der die ungenutzte erneuerbare Energiebasis der Region nutzt, um den australischen Strommarkt umzugestalten und den Übergang des Landes zu sauberer Energie voranzutreiben", so Martin weiter.

Gladstone soll weltweit führendes Zentrum für Elektrolyseurfertigung werden
FFI hat Ende Februar 2022 in Gladstone in Queensland mit dem Bau einer Elektrolyseur-Fertigung begonnen, die die erste Stufe des Green Energy Manufacturing Centre (GEM) von FFI darstellt.

Der Standort soll eine anfängliche Kapazität für Elektrolyseure mit einer Kapazität von zwei Gigawatt pro Jahr haben. Die Kosten für die erste Stufe beziffert FFI mit 114 Mio. AUD (77 Mio. USD). Der Nachfrage entsprechend soll die Anlage erweitert werden. Nach Angaben von FFI sind bereits mehrere Wachstumsstufen für die Fabrik geplant.

Die Elektrolyseur-Anlage soll Gladstone zu einem weltweit führenden Zentrum für die Herstellung von Elektrolyseuren machen. Es ist vorgesehen, dass die ersten Elektrolyseure, die in der Anlage im Jahr 2023 hergestellt werden, in Queensland in einem von FFI geplanten Projekt zur Herstellung von grünem Wasserstoff aus Ammoniak auf Gibson Island eingesetzt werden.

© IWR, 2022


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28.11.2022

 



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