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Weltgrößter Offshore-Windpark Dogger Bank produziert erstmals Strom

© Equinor© EquinorStavanger, Norwegen / London, UK - Im britischen Mega-Offshore-Windpark Dogger Bank wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht. Die erste Turbine vom Typ Haliade-X von GE Vernova hat erstmals Strom produziert und ins Netz eingespeist.

Der norwegische Energiekonzern Equinor und der Joint-Venture Partner SSE Renewables mit Sitz in Dublin sind Eigentümer der Doggerbank Offshore-Windpark Teilgebiete A bis C mit einer Kapazität zur Errichtung von Offshore-Windenergieanlagen mit einer Leistung von jeweils rd. 1.200 MW Leistung. Mit der Aufahme der Stromproduktion der ersten Turbine von GE Vernova wurde jetzt ein wichtiges Zwischenziel in dem bis dato weltweit größten Projekt erreicht.

277 Turbinen mit 3.600 MW werden gebaut - weitere Phase in Planung
Das 3.600 MW (3,6-GW) Projekt Dogger Bank wird in britischen Gewässern ca. 70 Seemeilen (ca. 130 km) vor der Küste von Yorkshire in der britischen Nordsee in drei 1.200 MW (1,2-GW) Phasen (Dogger Bank A, B und C) gebaut. Das Projekt nimmt nach Angaben von Equinor mit 277 Offshore-Turbinen vom Typ Haliade-X von GE Vernova mit einer Leistung von jeweils 13 MW eine Fläche ein, die fast so groß ist wie der Großraum London und fast doppelt so groß wie New York City. Die 260 m hohen Turbinen werden bis zum geplanten vollständigen kommerziellen Betrieb im Jahr 2026 schrittweise installiert und in Betrieb genommen.

Nach der vollständigen Fertigstellung sollen die Anlagen genug Energie erzeugen können, um jährlich umgerechnet sechs Millionen britische Haushalte mit Strom zu versorgen. Der in dem Offshore-Windpark erzeugte Strom wird über das Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungssystem (HGÜ) der Dogger Bank in das britische Netz übertragen.

Als Hauptbetreiber während der Betriebsphase des Windparks wird Equinor die Dogger Bank über die voraussichtliche Lebensdauer von 35 Jahren warten und betreiben. Betrieb und Wartung werden von der kürzlich eröffneten O&M-Basis im Hafen von Tyne aus durchgeführt. Die Basis wird rund 400 Arbeitsplätze bieten.

Das Projekt Dogger Bank wird von einem Joint Venture aus Equinor, SSE Renewables und Vårgrønn (einem Joint Venture von Eni Plenitude und HitecVision) entwickelt und gebaut. SSE Renewables ist der Hauptbetreiber für die Entwicklungs- und Bauphase, während Equinor während der erwarteten Betriebsdauer der Hauptbetreiber des Windparks sein wird. Vårgrønn bringt Fachwissen im Bereich Offshore-Windkraft in das Projekt ein.

Nach seiner Fertigstellung wird Dogger Bank der weltweit größte Offshore-Windpark sein. Derzeit führen Equinor und SSE Renewables zudem Untersuchungen über die potenzielle Entwicklung einer vierten Phase (Doggerbank D) durch. Diese könnte mit bis zu 2.000 MW die größte Kapazität aufweisen.

Dogger Bank-Projekt soll Realisierung künftiger Projekte beschleunigen
Im Rahmen des Dogger Bank-Projektes werden mehrere neue Technologien und Methoden eingesetzt, die nach Einschätzung von Equinor die Geschwindigkeit, mit der zukünftige Offshore-Projekte entwickelt werden können, erheblich beschleunigen werden. Dazu gehört unter anderem der Einsatz des neuesten Hub-Installationsschiffes Voltaire der Jan De Nul Group. Mit einer Tragfähigkeit von 3.200 Tonnen ist die Voltaire laut Equinor das derzeit weltweit größte Offshore-Hubschiff seiner Art, gleichzeitig weist es niedrige Emissionswerte auf.

Dogger Bank markiert auch den ersten Einsatz der HGÜ-Übertragungstechnologie, um einen britischen Windpark an das britische Energienetz von National Grid anzuschließen. Dazu gehört die Installation der weltweit ersten unbemannten Offshore-HGÜ-Umspannplattform am Standort sowie der erste Einsatz des HVDC Light®-Übertragungssystems von Hitachi Energy, der nach Angaben von Equinor in einer Rekordzeit von 38 Monaten und unter höchsten Sicherheits- und Qualitätsstandards ausgeführt wurde.

Im Zusammenhang mit den Bau- und Betriebsaktivitäten des Dogger Bank-Projektes sollen im UK mehr als 2.000 Arbeitsplätze geschaffen oder werden unterstützt werden.

© IWR, 2023


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