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Fuelcell Energy nach Q4 Zahlen unter Druck - Aktie bricht ein

© Fuelcell Energy© Fuelcell EnergyDanburry, USA - Fuelcell Energy hat die Zahlen für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2022/23 (Q4: Aug 22 - Okt 23) vorgelegt. Das Unternehmen hat die Verluste zwar reduziert, der Umsatz fällt aber niedriger aus als von den Analysten erwartet. Die Aktie schmiert ab und verliert die Gewinne vom Vortag.

Das Brennstoffzellen Unternehmen Fuelcell Energy verbucht im vierten Quartal 2022/23 einen deutlichen Rückgang der Umsätze, kann die Verluste aber verringern. Während der RENIXX Konzern die Umsatzschätzungen der Analysten verfehlt, sind die Verluste niedriger als erwartet. Nachdem die Aktie am gestrigen Montag (18.12.2023) nach der Meldung über ein gemeinsames Projekt mit dem Öl- und Gas-Unternehmen Esso Nederland zur CO2-Abscheidung mittels CFC-Brennstoffzelle sich im RENIXX noch an die Spitze setzen konnte, trübt sich die Lage heute massiv ein.

Umsatzerwartungen verfehlt, Verluste geringer als erwartet
Fuelcell Energy hat im vierten Quartal einen Umsatz von 22,5 Millionen US-Dollar erzielt (Mio. USD) erzielt. Gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht das einem Minus von 43 Prozent (Q4 21/22: 39,2 Mio. USD). Zudem hat Fuelcell damit auch die Erwartungen der Analysten verfehlt, die im Mittel mit einem Umsatz von rund 25 Mio. USD gerechnet hatten. Die Verluste konnte das US-Unternehmen im vierten Quartal um gut 28 Prozent auf minus 31,2 Mio. USD reduzieren (Q4 21/22: - 43,3 Mio. USD). Pro Aktie ergib sich ein verwässerter Verlust von minus 0,07 USD (Q4 22/21: - 0,11 USD). Damit hat Fuelcell beim Ergebnis die Erwartungen der Analysten leicht übertroffen, die im Mittel mit minus 0,08 USD pro Aktie gerechnet hatten.

Den Umsatzrückgang in Q4 gegenüber dem Vorjahresquartal erklärt der Brennstoffzellenhersteller in erster Linie mit geringeren Produktumsätzen. Der Produktumsatz im Vorjahresquartal beinhaltete Modulverkäufe an die Korea Fuel Cell Co, Ltd. (KFC" im Rahmen der Vergleichsvereinbarung mit mit KFC und Posco Energy, für die Fuelcell 24,0 Mio. USD, verglichen mit 10,5 Mio. USD an Produktumsätzen im zu Ende gegangenen vierten Quartal 23/23.

Diese resultieren aus einem niedrigeren Verkaufsvolumen von Brennstoffzellenmodulen aufgrund des fehlenden Verkaufs von Ersatzmodulen an Korea Fuel Cell Co. Ltd. "Ohne die Einnahmen aus dem Verkauf von Modulen an KFC im Vorjahresquartal sind die Gesamteinnahmen im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht gestiegen", so Fuelcell CEO Jason Few.

Auf Jahressicht ist der Umsatz von Fuelcell um 5 Prozent auf 123,4 Mio. USD zurückgegangen (22/23: 130,5 Mio. USD). Der Nettoverlust wurde um 24 Prozent auf minus 110,8 Mio. USD (22/23: - 145,9 Mio. USD) reduziert. Der verwässerte Nettoverlust pro Aktie beläuft sich damit auf minus 0,26 USD (2022/2023: - 0,38 USD).

Fuelcell CEO Jason Few sieht das Unternehmen weiterhin auf einem guten Weg. „Wir gehen methodisch vor, um auf unseren Kernkompetenzen aufzubauen und unser Geschäftsmodell weiterzuentwickeln, um in Zukunft Wachstum und Rentabilität zu erzielen“, so Few.

Pilot-Carbonat-Brennstoffzelle zur CO2-Abscheidung in Rotterdam geplant
Fuelcell Energy hat gestern vor Veröffentlichung der Quartalszahlen zudem noch bekannt gegeben, zusammen mit Esso Nederland, einer Exxon Mobil Tochtergesellschaft, am Produktionsstandort des Öl- und Gasunternehmens in Rotterdam den Bau einer Pilot-Brennstoffzellenlage auf Basis der Carbonat-Technologie zu planen.

Ziel ist es, durch die Pilotanlage Daten zur Leistung und Betriebsfähigkeit der von Fuelcell und Esso Nederland gemeinsam entwickelten Carbonat-Brennstoffzellentechnologie (CFC) zu gewinnen. Carbonat-Brennstoffzellen verfügen über die einzigartige Eigenschaft, aus industriellen Quellen stammende CO2-Emissionen aufzufangen, bevor das CO2 in die Atmosphäre gelangt.

Das Pilotprojekt zielt auch darauf ab, potenzielle technische Probleme anzugehen, die in einer kommerziellen Umgebung auftreten können, und die Kosten für die Installation und den Betrieb einer CFC-Anlage zur Kohlenstoffabscheidung besser zu verstehen.

"Der einzigartige Vorteil dieser Technologie besteht darin, dass sie nicht nur CO2 abfängt, sondern auch kohlenstoffarmen Strom, Wärme und Wasserstoff als Nebenprodukte erzeugt. Wir freuen uns über die Möglichkeit, diese Innovation in unserer eigenen Anlage in Rotterdam zu testen“, so Geoff Richardson von i Exxon Mobil Low Carbon Solutions.

Fuelcell-Aktie gibt Gewinne vom Vortag wieder ab und bricht ein
Nachdem sich die Fuelcell-Aktie im gestrigen Handel mit einem Tagesplus von 12,1 Prozent auf 1,58 Euro im RENIXX an die Spitze setzen konnte, bricht sie heute kräftig ein. Die Investoren reagieren enttäuscht auf die unter den Erwartungen liegenden Umsatzzahlen. Aktuell notiert die Aktie mit einem Minus von 15,4 Prozent bei einem Kurs von 1,338 Euro (15:36 Uhr, 19.12.2023, Börse Stuttgart).


© IWR, 2023


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19.12.2023

 



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