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Allianz aus Hamburg schlägt Alarm: Reiches Netzpaket schadet Wirtschaftsstandort und bedroht Ausbau der Erneuerbaren

© Adobe Stock© Adobe StockHamburg - Mehr als 20 Hamburger Energieunternehmen fordern die CDU auf, die Pläne von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche zum „Netzpaket“ abzulehnen. In einem offenen Brief warnen Sie davor, dass die Reform den Ausbau Erneuerbarer Energien ausbremsen, Kosten erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Hamburg gefährden könnte.

Die Allianz der Hamburger Unternehmen gegen die Pläne des Bundeswirtschaftsministeriums kritisiert vor allem das Ende der Zahlungen für Erlösausfälle abgeschalteter Anlagen. Zusätzlich drohen Sonderregeln für Verteilnetzbetreiber Bürokratie und Komplexität zu erhöhen. Stattdessen fordern die Unternehmen für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien eine stärkere Digitalisierung, intelligente und flexible Netze und einen beschleunigten Speicher- und Smart-Meter-Ausbau.

Allianz sieht Wirtschaftsstandort Hamburg unter Druck
Hamburgs Energiebranche erhebt deutliche Kritik am Entwurf des sogenannten „Netzpakets“ von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche. Mit dem kürzlich bekannt gewordenen Entwurf droht der Ausbau der Erneuerbaren Energien massiv ausgebremst zu werden. Auf Initiative von Green Planet Energy hat sich deshalb eine breite Allianz aus mehr als 20 Hamburger Energieunternehmen vor dem CDU-Parteitag in einem Brief an die Hamburger CDU gewandt und eine sofortige Abkehr von den Plänen des Bundeswirtschaftsministeriums gefordert.

Die Hamburger Allianz umfasst Unternehmen wie Green Planet Energy eG, Lichtblick, GP-Joule, Nordex, Enertrag, BayWa R.E., Naturstrom, Enerparc, Encavis, PNE und die GLS Bank sowie mehrere Verbände und Beratungsfirmen.

Sönke Tangermann, Vorstand von Green Planet Energy eG, warnt: „Absurd, aber wahr: Statt die Wirtschaft in Schwung zu bringen, bremst Ministerin Reiche sie aus. Das Netzpaket schwächt die Erneuerbaren-Branche und damit auch den Wirtschaftsstandort Hamburg. Wir schaffen in Hamburg tausende Arbeitsplätze und sichern die Zukunftsfähigkeit und Krisensicherheit unseres Landes. Wir erwarten von der Hamburger CDU, dass sie sich für den Erhalt von Arbeitsplätzen und Wertschöpfung in unserer Hansestadt einsetzt und dem Netzpaket in dieser Form eine klare Absage erteilt.“

Die Kritik richtet sich zudem gegen die unterschiedliche Sonderregeln für die knapp 900 Verteilnetzbetreiber in Deutschland. Diese würden nach Einschätzung der Allianz Bürokratie und Komplexität erhöhen und zu höheren Kosten führen.

Reformbedarf bei Digitalisierung und Netzflexibilität
Anstatt den Ausbau zu blockieren, sehen die Unternehmen Reformbedarf bei der Modernisierung der Netze. Konzepte wie „Nutzen statt Abregeln“, beschleunigter Speicheraufbau und ein konsequenter Smart-Meter-Rollout könnten laut Unternehmensinitiative die Netzstabilität erhöhen, Kosten senken und die Integration von Wind- und Solarenergie effizienter gestalten.

Parallel zu Hamburg veröffentlichte auch eine Münchner Initiative, die das Unternehmen Greentech ins Leben gerufen hat, einen offenen Brief. Die zeitgleiche Veröffentlichung der Briefe in beiden Städten unterstreiche, dass die Kritik am Netzpaket keine regionale Einzelmeinung sei, sondern von Unternehmen in mehreren deutschen Wirtschaftsstandorten geteilt werde, so die Hamburger Initiative.


© IWR, 2026


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