Globaler Windenergie-Rekord 2025: China treibt weltweiten Ausbau - Offshore nähert sich Marke von 100-GW-Gesamtleistung
© Adobe StockLondon (UK) - Der weltweite Windenergiemarkt hat im Jahr 2025 ein neues Rekordniveau erreicht. Allen voran China, mit großem Abstand gefolgt von den USA und Indien, treiben den Ausbau voran, aber auch in Europa, Nordamerika, Afrika und im Nahen Osten legen die Märkte ebenfalls zu. Der Ausbau der Offshore-Windenergie steuert auf die Marke von 100 GW zu.
Im Umfeld von Versorgungsschocks und steigenden Energiepreisen hat die globale Windbranche nach dem Global Wind Report des Global Wind Energy Council (GWEC) im Jahr 2025 mit einer neu installierten Windenergieleistung von 165 GW ein neues Rekordniveau erreicht. Insgesamt ist die weltweite installierte Windenergieleistung damit auf 1.299 GW gestiegen. Trotz des hohen Zubaus ist die Welt nach GWEC-Einschätzung weiterhin nicht auf Kurs, den Anteil erneuerbarer Energien bis 2030 zu verdreifachen.
Rekordjahr mit deutlichen regionalen Disparitäten - China bleibt Wachstumstreiber
Mit 165 GW an neu installierter Windenergiekapazität verzeichnete die internationale Windbranche im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr ein deutliches Wachstum von 40 Prozent (2024: 117 GW). Die rund um den Globus installierte Windenergie-Gesamtleistung steigt damit nach den GWEC-Daten auf 1.299 GW.
Insgesamt haben im Jahr 2025 zwar 57 Länder neue Windkraftanlagen errichtet, das Wachstum bleibt allerdings ungleich verteilt. 14 Länder haben 2025 Windturbinen mit einer Leistung von mehr als 1 GW installiert.
Mit Abstand wichtigster Markt im Jahr 2025 bleibt China mit einer Zubauleistung von rund 120,5 GW. Auf Rang zwei und drei folgen die USA mit 6,9 GW bzw. Indien mit 6,3 GW. Als stärkstes europäisches Land liegt Deutschland mit 5,7 GW auf dem vierten Platz, vor Brasilien mit 2,3 GW auf Rang fünf. Zusammen entfällt auf diese fünf Länder damit ein Marktanteil von 86 Prozent. Weitere Länder mit mehr als 1 GW Zubau waren die Türkei (2,1 GW), Schweden (1,8 GW), Spanien (1,6 GW), Saudi-Arabien (1,5 GW), Frankreich (1,4 GW), UK (1,3 GW), Australien (1,2 GW), Chile (1,2 GW) und Finnland (1,0 GW).
Die Entwicklung des globalen Windmarktes im Jahr 2025 unterstreicht nach Einschätzung des GWEC die zunehmende Bedeutung der Windenergie in einem von Energiepreisschwankungen und Versorgungsrisiken geprägten Marktumfeld.
„Der steile Anstieg beim weltweiten Ausbau der Windenergie setzt neue Maßstäbe für eine Branche, die rasant wächst und auf die steigende Nachfrage nach lokal erzeugter, erschwinglicher und widerstandsfähiger erneuerbarer Energie reagiert“, kommentiert GWEC-CEO Ben Backwell die Entwicklung.
„Bürokratische Hürden und der langsame Ausbau der Netze verhindern in vielen Regionen der Welt die Umsetzung dringend benötigter Projekte. Durch entschlossenes Handeln zur Beseitigung dieser Hindernisse können politische Entscheidungsträger jedoch schnell auf eine riesige Pipeline investitionsbereiter Projekte zugreifen“, so Backwell.
Onshore und Offshore: Dynamik zwischen Rekordausbau und Engpässen
Mit 155,3 GW entfällt 2025 der Großteil des Zubaus auf die Onshore-Windenergie (+42 %). Offshore wurden Windturbinen mit einer Leistung von 9,3 GW (+16 %) neu errichtet. Damit klettert die rund um den Globus installierte Offshore-Kapazität auf insgesamt 92,3 GW und nähert sich der 100-GW-Marke. Gleichzeitig bleibt Onshore die tragende Säule des globalen Wachstums.
China war 2025 mit neuen Kapazitäten von 6,6 GW auch im Offshore-Segment der wichtigste Markt. In Europa wurden rund 2 GW neu in Betrieb genommen, mit einem Schwerpunkt von rund 1 GW in UK. Gleichzeitig gingen neue Offshore-Ausschreibungen im Vergleich zum Rekordjahr 2024 deutlich zurück, was auf verzögerte und gescheiterte Auktionen in Europa, Stornierungen in den USA und Änderungen des Marktunterstützungsmechanismus in China zurückgeführt wird.
Wachstumsprognose: Windenergiemarkt könnte 2.000 GW-Marke 2029 erreichen
Für die kommenden fünf Jahre erwartet der Branchenverband ein anhaltendes Wachstum. Zwischen 2026 und 2030 sollen weltweit rund 969 GW neue Windkraftkapazität entstehen, im Schnitt 194 GW pro Jahr. Die globale Gesamtleistung wird nach GWEC-Einschätzung auf dieser Grundlage den historischen Meilenstein von 2.000 GW (2 TW) bis Ende 2029 übertreffen - nur sechs Jahre nach dem Erreichen der 1.000 GW-Marke im Jahr 2023.
© IWR, 2026
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