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Pressemitteilung Nordex SE

Nordex Group ist 2021 mit einem Konzernumsatz von EUR 5.4 Mrd. weiter gewachsen

• Angepasste Prognose 2021 erfüllt
• Installationen steigen um 20 Prozent und Auftragsbestand um 16 Prozent auf EUR 9 Mrd.
• Finanzierungsmaßnahmen 2021 erfolgreich durchgeführt
• Prognose 2022: Umsatz von EUR 5,4 bis 6,0 Mrd. mit EBITDA-Marge von 1,0 bis 3,5 Prozent
• Strategische Mittelfristziele bestätigt
• Sechster Nachhaltigkeitsbericht präsentiert

© Nordex SE
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Hamburg (iwr-pressedienst) - Die Nordex Group (ISIN: DE000A0D6554) hat ihren Wachstumskurs im Jahr 2021 erfolgreich fortgeführt, trotz Inflationsdruck und erheblicher Unterbrechungen der globalen Lieferketten nach der Covid-19-Pandemie. Dabei hat das Unternehmen seine Produktionskapazitäten auf über 6 GW erhöht, Installationen um 20 Prozent gesteigert und einen Konzernumsatz von EUR 5,4 Mrd. erzielt. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibung (EBITDA) von EUR 52,7 Mio. (2020: EUR 94,0 Mio.) wurde allerdings durch hohe Kosten für Rohstoffe und vor allem Seefrachten belastet, während das Vorjahr vom Verkauf des europäischen Projektentwicklungsgeschäfts positiv beeinflusst war.


Nordex Group erfüllt angepasste Prognose 2021

Die Nordex Group hat heute ihren Jahresabschluss 2021 veröffentlicht und damit die am 9. März 2022 veröffentlichten vorläufigen Ergebnisse bestätigt. Der Konzernumsatz ist kräftig um 17 Prozent auf EUR 5,4 Mrd. (2020: EUR 4,7 Mrd.) gewachsen. Die EBITDA-Marge lag mit 1,0 Prozent auf dem erwarteten Niveau, jedoch unter dem Vorjahreswert (2020: 2,0 Prozent). Aufgrund der vor allem zum Jahresende hin explosionsartig gestiegenen Kosten für Rohstoffe und Transportdienstleistungen konnte die ursprünglich geplante Margenverbesserung 2021 nicht realisiert werden. Die auf den Konzernumsatz bezogene Working-Capital-Quote belief sich zum Jahresende 2021 auf minus 10,2 Prozent. Sie lag damit sogar deutlich unter dem prognostizierten Wert von kleiner minus 6 Prozent (2020: minus 6,3 Prozent). Die Investitionen sind auf EUR 168,7 Mio. gestiegen (2020: EUR 162,9 Mio.) und lagen somit knapp unter dem erwarteten Volumen von EUR 180 Mio.

Zum Bilanzstichtag 2021 belief sich die Eigenkapitalquote im Konzern auf 25,9 Prozent (31. Dezember 2020: 17,5 Prozent). Die deutliche Verbesserung ist im Wesentlichen auf die Kapitalerhöhung im Juli 2021 und die Rückzahlung von Fremdkapital zurückzuführen. Die Liquidität der Nordex Group ist zum Jahresende 2021 leicht auf EUR 784,4 Mio. gestiegen (31. Dezember 2020: EUR 778,4 Mio.). Durch eine Vielzahl von Finanzierungsmaßnahmen, einschließlich einer Kapitalerhöhung in Höhe von EUR 586,1 Mio., konnte die Nordex Group eine Netto-Cash-Position von EUR 423,7 Mio. erreichen (31. Dezember 2020: Nettoverschuldung EUR 40,9 Mio.). Der Free Cashflow betrug EUR minus 24,5 Mio. (2020: EUR minus 120,4 Mio.).


Installationen und Service weiter angestiegen

Im Jahr 2021 hat die Nordex Group ihre Installationen deutlich erhöht, obwohl es infolge der Covid-19-Pandemie immer wieder zu temporären Störungen in der Projektabwicklung kam. So installierte das Unternehmen 1.619 Windenergieanlagen in 22 Ländern (2020: 1.533 in 24 Ländern) mit einer Gesamtleistung von 6,7 GW (2020: 5,5 GW). Das Segment Projekte konnte seinen Umsatz um 18,2 Prozent auf EUR 4.987 Mio. steigern (2020: EUR 4.217 Mio.), das Segment Service um 6,9 Prozent auf EUR 468 Mio. (2020: EUR 438 Mio.). Der Serviceanteil betrug somit 8,6 Prozent vom Gesamtumsatz. Weltweit hatte die Nordex Group zum Ende des Berichtsjahres 9.765 Windenergieanlagen mit einer Leistung von insgesamt 27 GW unter Service, meist im Rahmen langjähriger Verträge. Der Auftragsbestand im Segment Service ist um 7,7 Prozent auf EUR 3,0 Mrd. gestiegen. Das Segment Projekte konnte den Auftragsbestand deutlich auf EUR 6,2 Mrd. erhöhen.

Der hohe Auftragsbestand sowie die Book-to-Bill-Quote von 1,14 (2020: 1,00) signalisieren weiteres Wachstumspotenzial für den Konzern.


Produkt und Produktion

Die Nordex Group hat in der Turbinenproduktion insgesamt 1.480 Turbinen mit einer Gesamtleistung von 6,7 GW hergestellt (2020:1.488 Turbinen mit 5,8 GW). Im Berichtsjahr hat das Unternehmen sein Portfolio erweitert und die N163/6.X auf den Markt gebracht. Damit wurde der Einstieg in die 6-MW-Klasse erfolgreich umgesetzt und die hohe Wettbewerbsfähigkeit des Portfolios erweitert. Im Jahr 2021 hat die Nordex Group das im Vorjahr initiierte Unternehmensprogramm zur Verbesserung der Profitabilität weiter fortgeführt.


Erfolgreiche Finanzierungsmaßnahmen durchgeführt

Im Juli 2021 hat das Unternehmen erfolgreich eine Kapitalerhöhung durchgeführt und 42,7 Mio. neue Aktien ausgegeben. Das Transaktionsvolumen belief sich auf EUR 586,1 Mio. und beinhaltete Bruttoerlöse von EUR 389,6 Mio. sowie eine Sacheinlage von Acciona S.A. in Höhe von EUR 196,6 Mio. Diese wurden verwendet, um die Bilanz zu unterstützen und Fremdkapital zurückzuzahlen. So wurde die vom Bürgschaftsprogramm des Bundes und der Länder Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg abgesicherte, revolvierende Kreditfazilität in Höhe von EUR 350 Mio. vollständig und vorzeitig zurückgeführt. Auch das Forschungs- und Entwicklungsdarlehen bei der Europäischen Investitionsbank (EIB) von ursprünglichen EUR 100 Mio. wurde vollständig zurückgezahlt. Parallel dazu hat die Nordex Group das mit EUR 242,4 Mio. dotierte Schuldscheindarlehen auf EUR 25,9 Mio. reduziert.


Prognose für 2022 und Mittelfristziel

Für das laufende Jahr rechnet die Nordex Group mit einem Konzernumsatz von EUR 5,4 bis 6,0 Mrd., wobei sich die Umsatzerlöse relativ gleich über das Jahr verteilen sollten. Die EBITDA-Marge wird in einer Bandbreite von 1,0 bis 3,5 Prozent erwartet. Etwaige Kosten für organisatorische Umstrukturierungen und geopolitische Ereignisse sind dabei nicht berücksichtigt. Wesentlich für die angestrebte Margenverbesserung sind die Weitergabe von Kostensteigerungen und der weiter steigende Anteil an Projekten der Delta4000-Plattform und ein stabiles Makroumfeld. Der Vorstand der Nordex Group rechnet mit einem weiterhin schwierigen Marktumfeld und einer angespannten Kostensituation, vor allem als Folge des Kriegs in der Ukraine.

Zum Jahresende 2022 strebt die Nordex Group eine auf den Konzernumsatz bezogene Working-Capital-Quote von unter minus sieben Prozent an. Die Investitionen – insbesondere in die Optimierung der Lieferkette, den Ausbau der globalen Produktion und die Produktentwicklung – werden auf einem Niveau von EUR 180 Mio. erwartet.

Die Nordex Group befindet sich auf einem guten Weg und bestätigt hiermit ihre strategische Zielsetzung, mittelfristig eine EBITDA-Marge von 8 Prozent zu erreichen.

„Der Auftragsbestand von über EUR 9 Mrd. und die hohen Installationszahlen unterstreichen die Attraktivität unseres Produktportfolios und die Fähigkeit, unter schwierigen Rahmenbedingungen erfolgreich installieren zu können. Damit sind wir gut aufgestellt, um mittelfristig von der anhaltenden Dynamik des globalen Windenergiemarkts zu profitieren. Allerdings sehen wir uns kurzfristig aufgrund der weiter angespannten Kostensituation großen Herausforderungen gegenüber. Der Krieg in der Ukraine und die heute noch unabsehbaren weltweiten indirekten Folgen daraus sorgen für zusätzliche Unsicherheit. Dennoch sind wir zuversichtlich, unsere Marge und Profitabilität kontinuierlich zu steigern“, sagt José Luis Blanco, CEO der Nordex Group.


Nachhaltigkeitsbericht 2021 veröffentlicht

Parallel mit dem Geschäftsbericht veröffentlicht die Nordex Group heute ihren sechsten Nachhaltigkeitsbericht, der erneut von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC geprüft wurde. Dieser Bericht erläutert die aktuellen Entwicklungen, Aktivitäten und Kennzahlen im Bereich Nachhaltigkeit und enthält auch den nichtfinanziellen Konzernbericht. Darüber hinaus stellt die Nordex Group die neue Nachhaltigkeitsstrategie vor.

Der Geschäftsbericht und der Nachhaltigkeitsbericht stehen ab sofort auf der Homepage des Unternehmens im Bereich Investor Relations unter „Publikationen“ zum Download zur Verfügung (ir.nordex-online.com). Die Ergebnisse des ersten Quartals 2022 wird die Nordex Group am 12. Mai 2022 veröffentlichen.


Die Nordex Group im Profil

Die Gruppe hat in ihrer Unternehmensgeschichte bislang insgesamt knapp 39 GW Windenergieleistung in über 40 Märkten installiert und erzielte im Jahr 2021 einen Umsatz von über EUR 5,4 Mrd. Das Unternehmen beschäftigt derzeit über 8.600 Mitarbeiter. Zum Fertigungsverbund gehören Werke in Deutschland, Spanien, Brasilien, den USA, Indien und Mexiko. Das Produktprogramm konzentriert sich auf Onshore-Turbinen vor allem der 4- bis 6,X-MW-Klasse, die auf die Marktanforderungen von Ländern mit begrenzten Ausbauflächen und Regionen mit begrenzten Netzkapazitäten ausgelegt sind.


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Hamburg, den 29. März 2022


Veröffentlichung und Nachdruck honorarfrei; ein Belegexemplar an die Nordex SE wird freundlichst erbeten.


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22419 Hamburg

Internet: https://www.nordex-online.com



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Über Nordex SE

Die Entwicklung, Herstellung, Projektabwicklung und der Service von Windenergieanlagen im Onshore-Segment ist seit 1985 Kernkompetenz und Leidenschaft der Nordex Group und ihrer rund 7.900 Mitarbeiter weltweit. Als einer der größten globalen Windkraftanlagen-Hersteller bietet die Nordex Group unter den Markennamen Acciona Windpower und Nordex ertragsstarke und kosteneffiziente Windturbinen, die in allen geographischen und klimatischen Bedingungen langjährige und ökonomische Stromerzeugung durch Windenergie ermöglichen.

Im Fokus stehen dabei Turbinen der 3- bis 5-MW+-Klasse. Das umfassende Produktportfolio bietet individuelle Lösungen sowohl für Märkte mit limitierten Flächen als auch für Regionen mit begrenzten Netzkapazitäten. Mit mehr als 29 GW installierter Kapazität weltweit, liefern Anlagen der Nordex Group nachhaltige Energie in mehr als 80 Prozent des globalen Energiemarktes (exkl. China).

Die Nordex SE ist ein börsennotiertes Unternehmen und im TecDAX der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Ihren Hauptsitz hat die Management-Holding in Rostock, Vorstand und Verwaltung sind in Hamburg angesiedelt. In Produktionsstätten in Deutschland, Spanien, Brasilien, den USA und in Indien produziert die Nordex Group eigene Maschinenhäuser, Rotorblätter und Betontürme. Büros und Niederlassungen unterhält die Gruppe in mehr als 25 Ländern weltweit.

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