50 Euro pro Tonne CO2: Baywa führt 2023 internen CO2-Preis ein
München - Der schwerpunktmäßig in den Geschäftsfeldern Agrar, Baustoffe und Energie tätige Konzern Baywa führt zum 1. Januar 2023 einen internen CO2-Preis ein.
Ziel dieser Maßnahme ist es, die Dekarbonisierung im Konzern zu beschleunigen. Mit einer Gebühr in Höhe von 50 Euro pro Tonne Kohlendioxid (CO2) soll ab 2023 innerhalb der einzelnen Baywa Segmente ein zweckgebundenes Budget für Klimaschutzmaßnahmen geschaffen werden.
Über den internen CO2-Preis will Baywa die Geschäftsbereiche nach Angaben von Finanzvorstand Andreas Helber auch monetär zur Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen motivieren. Um die eigenen Klimaziele zu erreichen, will der Konzern bis 2025 insgesamt 19 Mio. Euro in die eigene Dekarbonisierung investieren.
Eine jährliche Bewertung durch unabhängige Ratingagenturen soll den Fortschritt von Baywa bei ESG (Environment, Social, Governence) sichtbar machen. Bereits in diesem Jahr hat Baywa nach Angaben von Helber im MSCI ESG Rating das Nachhaltigkeitsrating AA erhalten.
Die Einführung des internen CO2-Preises ab 2023 soll sicherstellen, dass Baywa weiteres Potenzial bei der eigenen Dekarbonisierung ausschöpfen kann. Die Basis für die Berechnung des Klimabudgets für die einzelnen Baywa Segmente sind die Emissionen, die sie innerhalb eines Jahres jeweils ausstoßen.
Ergänzend dazu definieren die Segmente eigenverantwortlich geeignete Maßnahmen, um ihren CO2-Ausstoß zu reduzieren. „Der Vorteil einer solchen CO2-Bepreisung ist, dass wir unabhängig von nationalen Grenzen bleiben“, so Hendrik Marx, Senior Sustainability Manager bei Baywa. Von Neuseeland über Deutschland bis Amerika könne das Unternehmen so konzernweit und unbürokratisch die Dekarbonisierung vorantreiben. Investiert werde das Klimabudget schließlich dort, wo es innerhalb der einzelnen Segmente die höchste Wirkung für das Klima erzielt.
Übergeordnetes Ziel von Baywa ist es, die die Treibhausgasemissionen bis 2025 um mindestens 22 Prozent im Vergleich zu 2017 reduzieren. Um das zu erreichen, sollen in den kommenden Jahren mindestens 18.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Ab 2030 will Baywa dann konzernweit klimaneutral sein.
© IWR, 2026
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