Branchen-Appell: 78 Unternehmen protestieren gegen NRW-Antrag zur Windenergie
Münster – Am kommenden Freitag (19.10.18) wird im Bundesrat der Antrag des Landes Nordrhein-Westfalens zum weiteren Ausbau der Windenergie behandelt. Dieser sieht eine Öffnungsklausel des Baugesetzbuches für die Bundesländer vor. Damit sollen die Länder pauschale und sachlich nicht begründete Mindestabstände zu Windenergieanlagen festlegen können.
Knapp 80 Unternehmen sprechen sich heute (17.10.18) in einer gemeinsamen Erklärung gegen Einschränkungen beim Ausbau der Windenergie aus. Die auf Bürgerenergieprojekte spezialisierte Projektberatungsgesellschaft BBWind aus Münster unterstützt den Branchen-Appell und warnt vor dem Antrag: Eine Länderöffnungsklausel für pauschale und willkürliche Abstände von Windenergieanlagen zu Gebäuden sei nicht zielführend: Im dichtbesiedelten NRW würden Mindestabstände von 1.500 m einen Ausbaueinbruch der Windenergie zur Folge haben und etliche Jobs kosten, so BBWind Geschäftsführer Heinz Thier. „Das darf nicht passieren. Deswegen fordern wir gemeinsam mit vielen weiteren Unternehmen den Bundesrat auf, dem Antrag nicht zuzustimmen und die baurechtliche Privilegierung der Windenergie bundesweit zu erhalten", so Thier weiter.
© IWR, 2026
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17.10.2018


