CCS-Technologie: Ørsted startet Dänemarks erstes CO2-Abscheidungsprojekt
Frederica, Dänemark – Ørsted beginnt mit dem Bau von Dänemarks erstem Projekt zur CO2-Abscheidung (Carbon Capture Storage - CCS).
Der dänische Energiekonzern wird jeweils eine CCS-Anlage am Standort des mit Holz-Hackschnitzeln befeuerten Kraftwerks Asnæs in Kalundborg und des mit Stroh befeuerten Block des Kraftwerks Avedøre im Großraum Kopenhagen errichten. Die dänische Energiebehörde hat im Mai 2023 einen 20-Jahres-Vertrag für den „Ørsted Kalundborg CO2 Hub“ vergeben.
Ørsted erwartet, dass über das CCS-Projekt ab Anfang 2026 jährlich insgesamt 430.000 Tonnen biogenes CO2 abgeschieden werden. Davon entfallen 280.000 Tonnen pro Jahr auf CO2, das aus dem mit Holzhackschnitzeln befeuerten Block im Kraftwerk Asnæs abgeschieden werden soll. Die übrigen 150.000 Tonnen CO2 pro Jahr sollen aus dem strohbefeuerten Block des Kraftwerks Avedøre abgeschieden werden.
Diese CO2-Mengen werden zunächst per Lkw zum Standort des Kraftwerks Asnæs transportiert, das als CO2-Drehscheibe fungieren wird, bis eine gemeinsame Pipeline-Infrastruktur über Seeland eingerichtet ist. Das CO2 wird von Asnæs aus zum Speicherbecken Northern Lights im norwegischen Teil der Nordsee transportiert.
"Wir sind stolz darauf, mit dem Bau des ersten dänischen Projekts zur Kohlenstoffabscheidung in großem Maßstab zu beginnen. Um den Klimawandel zu bekämpfen, müssen wir verschiedene Arten von grünen Lösungen umsetzen, und dieses Projekt ist eine der Initiativen, die eine zentrale Rolle in unseren Bemühungen spielen wird“, so Ole Thomsen, Senior Vice President und Leiter des Geschäftsbereichs Bioenergie bei Ørsted über das Vorhaben.
Die Aktie von Ørsted tendiert am heutigen Vormittag im Plus und steht aktuell bei einem Kurs von 44,70 Euro.
© IWR, 2026
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