Großinvestition: Enercity kauft Windenergie-Portfolio „Horizon“
Hannover – Der kommunale Energieversorger Enercity AG kommt beim Ausbau eigener Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen einen großen Schritt voran. Der Energiedienstleister erwirbt das Windportfolio „Horizon“ und damit 60 Onshore-Windparks mit 166 Windkraftanlagen und einer Gesamtleistung von 365 Megawatt (MW) von den Eigentümern der Norderland-Gruppe mit Sitz in Westerholt (Landkreis Wittmund).
Zusammen mit dem bestehenden Portfolio zählt Enercity mit einer Gesamt-Windkraftleistung von 712 MW künftig zur Spitzengruppe im deutschen Onshore-Windmarkt. Die Verträge mit den Eigentümern wurden am 16. Mai 2022 unterschrieben. Das Closing ist nach Zustimmung der Kartellbehörden geplant. Über finanzielle Details wurde Stillschweigen vereinbart.
Der neue Windparkpool gibt dem Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung bei Enercity zusätzlichen Schub. Zur bisherigen erneuerbaren Enercity-Stromproduktion kommt eine Jahresstromproduktion von 767 GWh (Mio. kWh) hinzu. Damit wird über die Hälfte der Enercity-Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien erfolgen.
Die bisherigen Eigentümer zählen zu den Pionieren der Windenergie in Deutschland und haben das Portfolio seit Anfang der 1990er Jahre sukzessive aufgebaut. „Wir freuen uns, dass wir mit Enercity einen Käufer gefunden haben, der in der Region verwurzelt ist und diese als starken Standort für Windenergie konstruktiv und gemeinsam mit unseren bisherigen Partnern weiter entwickeln wird“, heißt es aus den Reihen der bisherigen Eigentümer.
Die Portfolio-Verwaltung wird künftig vom bestehenden Standort Westerholt aus in enger Zusammenarbeit mit dem bisherigen Mitarbeiterstamm fortgeführt. Sowohl Westerholt als auch Leer, der Sitz der Enercity Erneuerbare, befinden sich in Ostfriesland.
© IWR, 2026
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