Grüner Strom für Stahl und Batteriezellen: Baustart für die Industrieleitung Salzgitter
Salzgitter - Bereits rund zweieinhalb Jahre nach Projektauftakt starten die Bauarbeiten für das wichtige Energiewende-Projekt Industrieleitung Salzgitter am zukünftigen Umspannwerksstandort in Salzgitter-Bleckenstedt. Ab 2026 bringt diese Stromleitung große Mengen grünen Strom in die Industriemetropole Salzgitter und trägt damit entscheidend dazu bei, dass die Industrieunternehmen vor Ort ihre Produktionsprozesse klimafreundlich und zukunftssicher aufstellen können.
Als Knotenpunkt zwischen dem Tennet-Höchstspannungsnetz und dem regionalem Verteilnetz der Avacon AG ist das Umspannwerk Bleckenstedt/Süd zentral für die Versorgungssicherheit der Region. Mit der 110-kV-Leitung verstärkt Avacon den Netzknoten Salzgitter und ermöglicht so auch die Leistungsbereitstellung für das Batteriezellwerk, das die PowerCo SE in der Region Salzgitter aufbaut.
COO Sebastian Wolf: „Als Hersteller von Batteriezellen sind wir Teil der Transformation der Automobilindustrie. Damit diese Transformation hin zur nachhaltigen Mobilität erfolgreich ist, planen wir die Verwendung von regenerativen Energiequellen zur Herstellung unserer Batteriezellen. Der heutige Baustart des Umspannwerks Bleckenstedt ist ein wichtiger Meilenstein, um die Versorgung unserer Fabrik in Salzgitter mit grüner Energie sicherzustellen und somit unserem Ziel, CO2“-neutrale Batteriezellen zu fertigen, näher zu kommen“.
Auch im Zuge der Umstellung der Stahlproduktion ist die Industrieregion Salzgitter in Zukunft auf deutlich mehr grünen Strom angewiesen. Gunnar Groebler, CEO der Salzgitter AG: „Für den Erfolg unserer Transformation hin zur nahezu klimaneutralen Stahlherstellung ist die termingerechte Fertigstellung der Industrieleitung Salzgitter entscheidend. Daher freuen wir uns über den heutigen Baustart. Im Rahmen von SALCOS® - Salzgitter Low CO2 Steel lösen grüner Strom und Wasserstoff den alten Energieträger Kohle stufenweise ab. So vermeiden wir fast vollständig den Ausstoß von acht Mio. Tonnen CO2.“
Nach dem Baustart des Umspannwerks können die Bauarbeiten für die 10 Kilometer lange Freileitung erst nach Erhalt des Planfeststellungsbeschlusses beginnen. Vorbehaltlich der Bestätigung durch die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr rechnet Tennet mit einem Beschluss Ende 2023. Der Bau der 10 km langen Freileitung soll dann im ersten Quartal 2024 starten.
© IWR, 2026
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