Insolvenz: Energycoop eG kann Kunden nicht mehr mit Strom und Gas beliefern
Osnabrück - Steigende Energiebeschaffungspreise bei Strom und Gas bei fixierten Absatzverträgen haben zu erheblichen Kostensteigerungen beim Energieunternehmen Energycoop eG (Osnabrück) geführt. Deshalb haben die Vorstände Michael Scherer und Katrin Meyer entschieden, einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht Osnabrück zu stellen. Mit Beschluss vom 4. April 2019 wurde die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet.
Die Belieferung mit Strom und Gas an die Kunden der Energycoop musste zeitgleich zum 4. April eingestellt werden. Stromkunden sitzen aber nicht im Dunkeln. Über die Ersatzversorgung des lokalen Grundversorgers ist die Belieferung der Kunden im Bereich Niederspannung/Niederdruck weiterhin sichergestellt. Diese Grundversorgung erfolgt jedoch nicht unter den bisherigen Tarifen der Energycoop, sondern unter den Konditionen des jeweiligen Grundversorgers.
Eine Fortführung der Belieferung war nicht mehr möglich, da mit Einleitung der Insolvenz gesteigerte Sicherungsbedürfnisse der beteiligten Lieferanten und Banken, wie beispielsweise Vorkassezahlungen und Sicherheitsleistungen, nicht mehr erfüllt werden konnten.
Snergycoop ist ein genossenschaftlicher Energieversorger, der bundesweit rund 43.000 Kunden mit Strom und Gas versorgt hat. Die Kunden sind in der Regel zugleich Mitglieder der Genossenschaft und damit Eigentümer ihres Energieversorgers. Arbeitnehmer sind vom Insolvenzverfahren nicht betroffen, da die Energycoop keine Mitarbeiter beschäftigt.
Zur vorläufigen Insolvenzverwalterin wurde Rechtsanwältin Anna Kuleba von der Kanzlei Schoofs Partner aus Osnabrück bestellt. „Kunden können aktuell nichts machen. Das Insolvenzverfahren ist noch nicht eröffnet, so dass noch keine Forderungen angemeldet werden können. Oberste Priorität ist es nun, die Kundenkonten abzurechnen, um Klarheit zu schaffen, wo jeder einzelne Kunde steht. Dies kann mehrere Monate dauern, da auf einen Schlag alle Kunden endabgerechnet werden müssen. Es wird also um Geduld der Kunden gebeten“, erklärt Anna Kuleba.
© IWR, 2026
Nordex-Aktie gibt nach: Nordex erhält weiteren Auftrag aus Deutschland für Windpark im Sauerlan
Juwi setzt auf Repowering: Zwei neue Juwi-Windräder steigern Ertrag um den Faktor 2,5 - Anlagenzahl halbiert
Nordex-Aktie klettert: Nordex sichert Auftrag über 42 MW für Bürgerwindpark Peckelsheim in NRW
Nordex erhält nächsten Auftrag: Nordex liefert Turbinen für Windpark in Sachsen-Anhalt - Aktie im Minus
Brookfield und La Caisse bieten: Boralex-Aktie steigt nach Übernahmeankündigung um 12?Prozent
Das könnte Sie auch noch interessieren
Stromrechner - Anbieter wechseln und Geld sparen
Windenergie in Frankreich - Stromerzeung und Strom-Mix
Klimawandel: Klimaerwärmung gab es schon mal, aber kein 7 Mrd. Menschen
09.04.2019



